Sushi Essig selbst gemacht

manche Sachen muss man sich wundervoller Weise nicht aus fremden Ländern importieren lassen, sondern kann es mit heimischen Tricks nachmachen.. so zum Beispiel den Sushi-Essig der zum Würzen des japanischen Reis‘ genutzt wird..

ich gebe Euch hier mal das „Grundrezept“, welches sich beliebig nach oben und unten rechnen lässt:

auf 200 ml reinen, höchstens 5%igen Essig (4%iger wäre besser) kommen 5 leicht gehäufte Eßl. Zucker und 5 leicht gehäufte Teel. Salz.. diese Mischung wird in einem Edelstahltopf leicht erhitzt – nicht kochen! – , sodass sich alles mit einander verbindet..

wer hat, kann in die Flaschen zum Abfüllen noch Shiso-Blätter geben, die färben den SushiEssig hübsch rosa (geschmacklich merkt man sie allerdings nicht)..

ich habe für meine eineinhalb Flaschen Reisessig 800ml Bautzner Tafelessig und je 20 Teel./Eßl. verwendet.. die  Shiso-Blätter habe ich von der Frau Mutter Königin bekommen.. die, die übrig waren, hab ich einfach in einer Tüte eingefroren..

für die Löffelmenge kann man sich an diesem Bild orientieren:

so voll sollten die Löffel sein.. dann ist es gut..

joa.. der Essig ist angenehm würzig und nicht grad lasch.. auf eine Tasse Reis (=Trockenmasse) gebe ich immer einen Eßlöffel Reisessig..

der Essig wird gleich nach dem Kochen auf den warmen Reis gegeben und mit dem Reislöffel wird alles durch „umschichten“ des Reises abgekühlt.. um den Reis schneller kalt zu bekommen, hilft ein Fächer..

Sushireis muss übrigens schnell abkühlen.. also das mit dem Fächer ist keine Schnappsidee von mir, sondern das machen die Japaner wirklich so..

japanische Leckerei

uhi uhi, mein erstes japanisches Gebäck!

locker, luftig, lecker, leicht = Kasutera!

das Rezept hab ich von nekobento.com und es ist ziemlich simpel:

3 Eßl. Honig mit 75 ml Wasser gaaaanz leicht erhitzen und verrühren. das Honigwasser soll sich nur verbinden und möglichst nicht wärmer als lauwarm sein!

 

in der Zeit, in der das Wasser sich mit dem Honig mischt, werden 5 große Eier getrennt und die Eigelbe mit 200 g Zucker schaumig geschlagen.

 

zur Eigelbmasse kommen eßlöffelweise 200 g Mehl und das Honigwasser. ist alles aufgebraucht, werden die Eiweiße zu festem Eischnee geschlagen und portionsweise unter den Teig gehoben.

 

der Teig kommt in eine mit Alufolie ausgelegte Kastenform, deren Boden leicht bemehlt wurde.

 

den Kuchen für 10 Minuten bei 180°C Umluft backen, anschließend den Ofen auf 140°C (normal, ohne Umluft) runterdrehen und weitere 50 Minuten fertig backen. mit der Stäbchenprobe wird getestet, ob der Kuchen ganz durchgebacken ist. ansonsten einfach noch mal 5 Minuten dranhängen..

hier seht Ihr, wie voll die Kastenform am Anfang ist.. nach dem Backen ist der Teig noch so an die 5 cm über die Form hinausgewachsen, er geht also auf..

ist der Kuchen durchgebacken, wird er direkt aus dem Ofen auf eine weitere Alufolie gestürzt und mit dieser umwickelt.. dadurch kann keine Feuchtigkeit entweichen und er bleibt schön saftig.. der Kuchen muss so nun 8 bis 12 Stunden auskühlen.. erst dann ist er wirklich fertig..

die ehemalige Oberseite des Kuchens wird also die Unterseite.. der Kuchen sackt ein wenig zusammen, was auch gewollt ist..

bei meinem nächsten Kasutera werde ich auf die „neue“ Oberseite noch ein Brettchen oder ähnliches legen, damit sie gerade bleibt und die Kanten ebenfalls absacken.. der Kasutera soll nämlich eigentlich richtig schön viereckig sein..

beim Servieren werden die braunen Außenseiten weggeschnitten und dem Kuchen bleibt ein dunkler Boden und eine dunkle Decke.. perfekt!

durch den Honig ist der Kuchen angenehm süß, aber nicht zu süß.. in Japan wird er auch mit Kakao, braunem Zucker oder Matcha (Grünteepulver) gefärbt und zum recht bitteren Grünen Tee gereicht.. das Färben wird bei Gelegenheit auch noch ausprobiert..

wer noch weiteres zum Kasutera erfahren möchte, kann sich bei nekobento belesen..

 

mein Beitrag zur

 

für heute!

ich denke aus diesem Teig werde ich dieses Jahr mal eine japanische Weihnachtstorte backen.. bin gespannt ob das was wird..

wunderschönen Restsonntag wünsche ich noch!

Nudel-Suppen-Narr

woaaaah Ramen! schon wieder?

jo! aber diesmal mit selbstgemachter Suppe!

nach einem Vormittag bei Youtube blieb ich mal wieder bei Runny999 hängen und fand seine Ramen-Variante.. da der Liebste eh nix zum Mittag wollte, kam die Nudelsuppe grade recht! leicht abgewandelt und extrem lecker, hier nun also das Rezept:

300ml Wasser mit drei Teel. Sojasoße, zwei Teel. (~5g) DashiPulver, einer großen gepressten Knoblauchzehe und ein paar Tropfen Sesamöl zum Kochen bringen.. hat die Suppe gekocht, wird sie durch ein feines Sieb in die Ramenschüssel gegossen..

nun werden etwa 100g Ramennudeln (bei mir waren’s die Mie-Nudeln vom vorletzten Jena-Einkauf) 4 bis 5 Minuten gekocht, abgegossen und mit kaltem Wasser im Sieb kurz abgeschreckt.. die Nudeln in die Suppe geben und wie gewünscht dekorieren, bzw. Toppings nach Wahl dazugeben..

bei mir waren es diesmal ein paar Scheibchen Tamagoyaki und zwei Blätter Nori.. den Nori kann ich dazu nur empfehlen! sehr lecker..

das Tamagoyaki passt nicht ganz so dazu, da es doch recht süßlich ist..

die Mie-Nudeln eignen sich leider nicht so sehr für Ramen, aber ich hab halt nix anderes da.. laut Onkel Wiki sind die Mie-Nudeln aber das Pendant zu den japanischen Ramen-Nudeln..

die Suppe an sich war aber extrem lecker! wirklich ein Genuss! Runny999 macht das ganze mit Hühnerbrühe anstatt Dashi.. da ich aber keine Hühnerbrühe da habe, musste eben das neue DashiPulver ran.. ich denke aber es ist mit beidem sehr lecker! und es geht fix.. maximal 3 Minuten länger als die Instantnudeln..

und wer nochmal das Originalvideo von Runny999 sehen möchte:

Ramen kann man übrigens auch mit gebratenem Gemüse, Käse oder Meeresfrüchten genießen..

schönes Wochenende noch!

genau zur rechten Zeit

ich hab derzeit mal wieder Lehrgang in Jena.. kommt gerade richtig, unser Sushi-Reis war nämlich durch diverse Aktionen alle..

also habe ich meinen Aufenthalt in Jena gleich genutzt und eingekauft..

ich habe mir natürlich auch den wärmsten Tag der ganzen Woche ausgesucht um einen 10kg Sack Reis einmal quer durch Jena zu schleppen.. herrlich.. von Bauarbeitern belächelt und mit (vor Wärme und Anstrengung) hoch rotem Kopf trug ich meinen Sack Reis also einen knappen Kilometer zum Bahnhof..

950m können ganz schön lang sein….

und 10kg können ganz schön schwer sein…

und die Sonne.. ach, lassen wir das lieber…

Ausbeute:

10kg Shinode Sushireis – der mit dem Samurai drauf!

2 Pck. Mochi mit Azukibohnen-Füllung

und 10 x 5g Dashipulver

in Jena haben sie allen möglichen Reis.. doch ich bin treuer Anhänger von Shinode – beste Qualität direkt aus Japan.. dieser Reis ist einfach perfekt für Sushi und natürlich auch andere Reis-Gerichte.. es ist minimaler Bruch in einem Sack, der Reis klebt super, schmeckt absolut lecker und ein 10kg Sack für 25,00 €?? genialer geht’s nicht!

an die Mochi erinnern wir uns ja noch vom letzten Mal.. diese hier sind aber definitiv besser! ich liebe ja die klassische Azuki-Variante!

Azukibohnen sind japanische rote Bohnen, aus denen unter anderem eine süße Paste hergestellt wird.. lecker! gut, dass ich gleich ganz verfressen zwei Packungen gekauft hab..

natürlich musste ich zu Hause angekommen sofort kosten: im ersten Moment habe ich Sesam geschmeckt.. warum auch immer.. danach kam der leckere Azukigeschmack durch und ich war auf Wolke sieben! der Sesamgeschmack kommt glaube ich von der Stärke, mit der die Mochi eingemehlt sind.. stört aber nicht.. in der Füllung sind teilweise noch weichgekochte Bohnenschalen-Stückchen drin – sehr angenehm.. Foto machen lohnt sich nicht, sie sehen nämlich genauso aus, wie auf der Packung abgebildet..

man sollte sie aber definitiv leicht gekühlt essen und nicht direkt nach einem Todesmarsch Spaziergang bei 40°C.. warm kleben sie halt noch viel schlimmer..

jaaa.. und Dashipulver soll man wohl eh im Haus haben, wenn man japanisch kochen will.. schauen wir mal, ob und wann wir es brauchen..

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gerade auf bento & mehr gelesen: damit die Mochi nicht kleben werden sie in Kinako gewälzt.. Kinako ist Mehl aus Sojabohnen und schmeckt natürlicher weise nach Erdnüssen! ha, somit hätten wir den nussigen Sesamgeschmack geklärt.. (zur Erklärung wie ich von Erdnussgeschmack auf Sesam komme: ich ess keine Erdnüsse, demnach war das nahe liegenste, was an Erdnüsse rankam, in meinem Kopf halt Sesam.. nicht wundern……

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so.. alles in allem hab ich 32,99 € bezahlt und bin vollauf zufrieden..

oishii ramen

uhi uhi neue Ramen-Variante!

okay, sieht jetzt nicht wahnsinnig gut aus, weil das Ei beim Kochen leider geflockt hat, aber leeeecker!

als Grundlage gab es dieses mal die Demae Ramen – Rind von Nissin.. sie ist etwas kräftiger als die anderen Sorten..

als Beilagen gab es (wie immer) ein kurz gekochtes Ei und Käse.. ja, richtig gelesen: Käse.. mittelalter Gouda in meinem Fall um genau zu sein.. einfach eine Scheibe davon klein rupfen und auf die heißen Nudeln legen..

in Japan werden die Ramen übrigens teilweise auch mit Käse gegessen.. sonst hätte ich mich wahrscheinlich nie an diese Kombination herangewagt.. aber: lecker!

ist empfehlenswert

Itadakimasu!!!
Ramen kann man übrigens auch mit gebratenem Gemüse oder Meeresfrüchten genießen..