Pancakes 2.0

also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, mache ich kanadische Pancakes.. in den ganzen amerikanischen Rezepten war Butter und Buttermilch, in den kanadischen Rezepten dafür Öl und normale Milch.. also mach ich kanadische Pancakes.. soll mir recht sein.. als ich als Kind das erste mal Pancakes probieren durfte, wurden sie schließlich auch von jemandem gebacken, der (gefühlt) sein halbes Leben mit den Bären in Kanada verbracht hat..

ein sehr leckeres Frühstück, wenn man viel Energie für den Tag braucht und schnell satt werden will.. 
2015-05-01 Pancakes 02

150 g Mehl mit zwei Teel. Backpulver, einer Msp. Salz und 4 Eßl. Zucker vermischen.. im Messbecher 200 ml Milch mit drei Eßl. neutralem Öl und einem Ei verquirlen und anschließend zur Mehlmischung geben.. aus allem einen homogenen Teig rühren und erstmal bei Seite stellen..

 

eine große Pfanne nicht ganz auf mittlere Temperatur stellen (4,5 von 10) und warten bis diese warm wird..

warum auch immer, wenn man den Teig kurz stehen lässt, werden die Pancakes besser.. also nicht schon die Pfanne vorheizen, während der Teig angerührt wird..

und die große Pfanne empfiehlt sich, weil man so besser mit dem Pfannenwender unter die Pancakes drunter kommt zum Wenden, als in einer kleinen Pfanne..

eine kleine Kelle (oder drei Eßl.) Teig in die Mitte der Pfanne geben und von selbst auseinander laufen lassen.. etwa zwei Minuten ausbacken, bis der Pancake oben auf Luftblasen wirft, dann vorsichtig wenden und noch mal eine bis zwei Minuten backen.. während des zweiten Backens die Pancakes mit dem Pfannenwender noch mal flach drücken, damit sie von beiden Seiten durchgehend gebräunt werden..

wenn der Pancake so aussieht:

2015-05-31 Pancakes

kann er gewendet werden..

sobald ein Pancake fertig ist, kommt er auf einen Teller und alle nachfolgenden werden dann einfach oben drauf gestapelt, so bleiben sie schön warm.. es empfiehlt sich aber, nicht über die Höhe der später zu verwendenen Gabel-Zinken hinauszustapeln.. sonst wird’s schwierig mit dem Essen.. Pancakes werden nämlich traditionell mit Messer und Gabel gegessen..

auf den letzten Pancake ein bis zwei Stückchen Butter setzen und die Pancakes mit Ahornsirup (Grad C – kräftiger Geschmack) übergießen..

2015-05-01 Pancakes 01

ich gebe zu, auf meinen Bildern das ist kein Ahornsirup.. na doch, ein klein wenig ist noch zu sehen: da links der Tropfen auf dem Teller.. aber das war nur noch soooo wenig Sirup, dass ich noch Zuckerrübensirup drüber gekippt hab.. schmeckt auch gut, aber mit Ahornsirup ist’s natürlich leckerer und authentischer..

~ 8 / 26 ~ Hanami feiern

2015-04-25 Hanami feiern 01

heute gibt’s endlich mal den Hanami-Post!

letztes Wochenende waren wir ja zu unserem ganz eigenen Hanami, also Kirschblütenfest, unterwegs.. die Jahre zuvor waren wir immer beim Hanami in Bad Langensalza mit dabei, aber nach inzwischen fünf Jahren war es Zeit für was Neues! also haben wir uns zurückbesinnt, auf die Anfänge des Hanami.. also zumindest die Anfänge, an die ich mich noch erinnern kann..

da war ich etwa 8 Jahre alt und wir feierten wir als Deutsch-Japanische-Gesellschaft zusammen mit vielen japanischen Studenten in einer riiiiiesigen Kirschplantage bei Jena.. es gab japanisches und deutsches Essen wild gemixt.. es wurde gegrillt, gegessen, getrunken, erzählt und viel gelacht.. es hat halt einfach immer richtig viel Spaß gemacht.. und so wollte ich das auch wieder haben.. einfach ein ungezwungenes Zusammensein mit allen, die ich gern um mich habe!

2015-04-25 Hanami feiern 03

also haben der Liebste und ich alle Freunde und Familienmitglieder eingeladen, damit sie mit uns die Kirschen betrachten.. und tatsächlich waren wir für das erste Mal eine ziemlich große Gruppe! knapp 20 Leute waren zusammen gekommen!

2015-04-25 Hanami feiern 02

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meine russische Freundin

(jetzt bitte die weltbekannte Melodie von „Kalinka“ dazu summen: )
Schaaaaarlotka, Scharlotka, Scharlotka, moja!

geduldiges Warten auf das erste Obst der Saison, treibt mich in die Arme des Obstes der letzten Saison: Äpfel.. die sind noch gelagert von der letzten Ernte und müssen reichen, bis die Erdbeeren kommen.. also hab ich nach Apfelkuchen-Rezepten gesucht und was schickes gefunden: die Scharlotka – eine russische Apfeltarte, die sogar ganz ohne Butter auskommt! und auch so recht sparsam ist an Zutaten:
2015-04-12 Scharlotka 01

Backpulver fehlt noch im Bild, aber sonst war’s das an notwendigen Zutaten.. gut, ein paar zu viele Äpfel sind es hier, aber ich hab auch zwei Kuchen daraus gebacken..

drei Granny Smith schälen.. entweder in feine Spalten schneiden oder einfach wild klein würfeln und erstmal bei Seite stellen.. den Ofen auf 200°C vorheizen..

der Eier zusammen mit 160g Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren.. 150g Mehl gemischt mit einer Msp. Backpulver dazusieben und unterrühren.. wer möchte, kann noch eine kräftige Prise Zimt und einen Schuss Vanilleextrakt in den Teig geben und ebenfalls unterrühren..

eine 26er-Springform mit Backpapier auslegen/gut einfetten, ⅔ des Teiges einfüllen und die Äpfel auf dem Teig verteilen..

2015-04-12 Scharlotka 02

den restlichen Teig auf die Äpfel geben, ein bisschen glatt streichen und die übrigen Äpfel darauf verteilen..

2015-04-12 Scharlotka 04

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Den bedste brunsviger

Sonntag sah ich bei einer Freundin das Bild eines gruselig aussehenden Kuchens namens Brunsviger.. sie hatte ihn frisch gebacken und freute sich drauf, da er wohl total lecker sein sollte.. sah auf dem Bild aber absolut nicht danach aus.. eher wie Unfall..

also hab ich mal gegooglet, wie dieser Brunsviger eigentlich aussehen soll.. und siehe da, normaler Weise ist das gar kein Unfall! und da ich eh nicht mehr genug Eier für den geplanten Marmorkuchen im Kühlschrank hatte, hab ich also spontan diesen dänischen Butterkuchen nach gebacken.. natürlich nach Original dänischem Rezept!

40 g Butter langsam schmelzen lassen.. während dessen 25 g Frischhefe in 250 ml warmes Wasser krümeln und leicht verrühren.. ein Ei, 50 g Zucker, ½ Teel. Salz, 1½ Teel. Kardamompulver und 450 g Mehl hinzufügen.. zum Schluss die geschmolzene Butter dazu geben und alles zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten..

 

den Teig 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen..

2015-03-22 Brunsviger 01

anschließend ein hohes (!) Blech kurz mit kaltem Wasser abspülen, trocken schütteln und den Teig in der Form flach drücken.. mit den Fingern oder einem Kochlöffelstiel Löcher in den Teig drücken..

um Abwasch zu sparen, empfehle ich an dieser Stelle den Topf vom Butter schmelzen gleich wieder nutzen:

25 ml dunklen Sirup (Ahornsirup o.ä.), 125 g braunen Zucker und 125 g Butter in einem Topf unter Rühren zu Karamell köcheln lassen..

 

das Karamell auf dem Teig verteilen und mit einem Löffel oder ähnlichem den Teig sehr oft einstechen, um das Karamell in den Teig zu bekommen..

2015-03-22 Brunsviger 03
bei dem dunklen Sirup kann man nehmen, was man will, ich nehm gern Ahornsirup, da der schön flüssig ist..
den Topf bekommt man übrigens sehr gut mit kochendem Wasser sauber..

den Kuchen noch mal eine Stunde im Warmen gehen lassen..

2015-03-22 Brunsviger 04

den Ofen auf 200°C vorheizen und in den Kuchen noch mal mit einem Löffel Löcher stechen..

anschließend wird der Brunsviger 18 bis 20 Minuten bei Umluft gebacken.. wenn der Kuchen auf der Oberseite zu dunkel wird, die Umluft ausschalten und den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit er weiter backen kann – ohne zu verbrennen.. 5 Minuten vor Ende der Backzeit kann man den Kuchen noch einmal mit braunem Zucker bestreuen..

2015-03-22 Brunsviger 05

für einen Hefekuchen hat er eine sehr interessante Konsistenz.. fast so, als hätte man Kokosflocken im Teig.. aber er schmeckt herrlich!

da wir am Sonntag zum Klettern verabredet waren, habe ich unseren Brunsviger zur kleinen Stärkung mitgenommen.. da wurde auch schon nach dem Rezept gefragt.. und ein Zitat eines fleißigen Essers: „Ach, wegen mir brauchst Du Dir nicht die Mühe machen und das Rezept abzuschreiben.. Du kannst mir den Kuchen auch gleich direkt backen und mitbringen!“

Chicken’n Rice

heute mal eine Inspiration für’s Mittagessen aus der afrikanisch-inspirierten Küche vom Studentenfutter:

2015-02-21 Chicken'n Rice 02

ich bin ja eigentlich so gar nicht der Afrika-Fan.. viel zu warm, viel zu viel heller Sand und viel zu wenig Schatten.. aber inspirieren lassen, kann man sich ja mal..

500g Hühnerbrust in mundgerechte Stücken schneiden.. für mindestens zwei Stunden in einer Mischung aus 200ml Orangensaft mit Fruchtfleisch, 5 Eßl. Sojasoße und ein bis zwei gepressten Knoblauchzehen marinieren..
nach dem Marinieren das Fleisch gut abtropfen lassen, die Marinade aber auffangen! während das Huhn abtropft eine rote Paprika in kleine Stücke und eine Zwiebel in feine Würfel schneiden.. das Huhn anschließend mit viel Paprikapulver und ein wenig Currypulver würzen..

 

Basmatireis für vier Portionen aufsetzen und diesen nebenbei köcheln lassen..

parallel dazu die Zwiebel mit ein wenig Sesamöl im Wok glasig dünsten.. anschließend das Huhn dazugeben und scharf braten.. ist es soweit durchgebraten kommt die Paprika dazu..

 

alles mit der restlichen Marinade und einer Dose Kokosmilch ablöschen.. wer mag kann mit Chiliflocken oder direkt frischen Chilis ein bisschen Schärfe ins Spiel bringen.. die Soße noch eine wenig köcheln lassen bis der Reis fertig ist.. mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Curry abschmecken und hübsch angerichtet servieren!

2015-02-21 Chicken'n Rice 01

uns hat’s geschmeckt!