Birnen-Streuselkuchen

planlos, was für einen Kuchen ich zu einer Feier backen sollte, fragte ich neulich den Liebsten: „was hättest Du denn gerne?“ – „einen Obstkuchen. was hat denn grad Saison?“ nach einer kurzen Aufzählung kam ein begeistertes „Birnen!“ von ihm. gleich darauf gefolgt von: „oh ja! einen Birnen-Streuselkuchen!“ was wiederum von einem irritierten Blick meiner Seits quittiert wurde.

um ehrlich zu sein, ich hab noch nie von einem Birnen-Streuselkuchen gehört. kann damit zusammen hängen, dass ich dieses Obst nicht besonders mag, da ich es entweder knüppelhart oder matschweich kenne und beides nicht besonders mag. aber gut. ich hatte gefragt, also musste ich da jetzt durch. er war ja sogar so lieb und suchte mir ein passendes Rezept bei chefkoch.de heraus.

und was soll ich sagen? der Kuchen ist absolut lecker und schlägt auch bei allen Mitfutternden jedes mal neue Begeisterungswellen aus! zugegeben, erst kommt ein skeptischer Blick, aber am Ende zählt ja nur ein glücklicher, Birnen-Streuselkuchen-habender Liebster. ne?

wir fangen an mit dem Boden: einem Hefeteig, der nicht ausrollbarer könnte sein! ein absoluter Traum und wird für alle weiteren Blech-Hefekuchen beibehalten.

200 ml Milch handwarm erwärmen. in eine große Schüssel 375 g Mehl geben. in der Mitte eine kleine Mulde machen und dort 3 Eßl. Zucker zusammen mit ½ Würfel Frischhefe hineinkrümeln. 1 Prise Salz und 75 g weiche Butter in Flöckchen um den Rand verteilen.
die warme Milch in die Mulde gießen und mit den Knethaken des Handrührgeräts alles zu einem geschmeidigen Teig arbeiten.

 

den Teig abgedeckt an einen warmen Ort zum Gehen stellen und 30 bis 45 Minuten ruhen lassen.

jetzt geht es weiter mit den Birnen. wir haben einen Direktvergleich von frischen und Dosenbirnen gemacht – die frischen haben gewonnen. also hier die ausführliche Variante:

6 mittelgroße Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse sowie den Stiel und die harten Fasern mit einem Eßlöffel entfernen. die Birnenhälften in einen großen Topf geben und mit 5 Eßl. Zucker (einer weniger als Birnen) bestreuen. den Topf mit Wasser auffüllen, bis die Birnen komplett bedeckt sind. Deckel drauf und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen.

anschließend vorsichtig (!) in ein Sieb heben und abkühlen lassen.


bei mir hat es bis jetzt immer so gepasst, das Hefeteig und Birnen etwa zeitgleich fertig waren.

ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Hefeteig darauf ausrollen/breit drücken.

die große Schüssel wieder heranholen und dort 3 Eier schaumig schlagen. 2 Eßl. Zucker und 200 g gemahlene Mandeln dazu geben und alles miteinander verschlagen. den Belag auf dem Hefeteig verstreichen.

die abgekühlten Birnen längs in Scheiben schneiden und auf dem Kuchen verteilen.

zu guter Letzt in der großen Schüssel aus 175 g Mehl, 4 Eßl. Zucker, 1 Teel. Zimt und 100 g weicher Butter Streusel kneten. diese auf dem Kuchen verteilen.

wer möchte, kann noch eine dünne Schicht Mandelblättchen darüber streuen – muss aber nicht.

den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa 35 bis 40 Minuten backen.

ich kann mir diesen Streuselkuchen auch sehr gut mit anderem Steinobst wie Pflaumen, Aprikosen oder aber auch mit Äpfeln sehr gut vorstellen. der wird sicherlich unser neuer liebster Grundkuchen im Herbst werden.


Nährwerte pro Stück (50 g):
162 kcal | 4,2 g Eiweiß | 17,3 g KH | 7 g Fett

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