Puderzucker selbstmachen?

geht.. musste gehen.. war Notfall..

Karfreitag-Morgen.. klein-shira schreckte früh morgens voller Entsetzen aus dem Tiefschlaf hoch: „Wir haben keinen Puderzucker mehr!“

klein-shira wollte nämlich dem Opa, der letzte Woche Freitag Geburtstag feierte, Osterplätzchen schenken.. die Eier-Plätzchen waren schon nach dem üblichen Rezept gebacken, nur die Verzierung fehlte..

somit rannte klein-shira früh morgens an den Rechner und googlte, ob man Puderzucker selbst machen kann.. und siehe da! man kann! mit Kaffeemühle..

ha! gut dass sich klein-shira beim letzten Flohmarkt-Besuch eine hübsche, alte Kaffeemühle mitnahm!

nach dieser Beruhigung konnte ich mein Feiertags-Ausschlafen dann erstmal fortsetzen..

sodann ging es an’s Zucker mahlen!

ich kann Euch sagen, das ist’ne Heidenarbeit.. erstmal muss man ja verstehen, wie diese Mühle überhaupt mahlt! ich weiß nun also, dass ich mit dem kleinen zahnradähnlichem Ding da oben die Körnung einstellen kann..

somit wurde der Zucker erstmal grob gemahlen und danach noch mal feiner.. der Liebste war natürlich der Ansicht, dass das durch seine Mörser-Attacke noch viiiiel feiner werden würde, also wurde der arme Zucker auch noch gemörsert.. die einzelnen Zwischenergebnisse seht Ihr hier.. das vorletzte Bild ist dann unser fertiger Puderzucker, das letzte Bild zeigt unseren mickrigen Original-Puderzucker-Bestand zum Vergleich..

nun denn, das Ergebnis war jetzt nicht wie originaler Puderzucker, aber zumindest konnte man den Zucker mit Milch + Lebensmittelfarbe bzw. Kirschsaft zu sowas ähnlichem wie Zuckerguss anrühren..

etwas sehr kristallin war der Zuckerguss schon, aber egal, war ja nix anderes da.. und auf den Eiern sieht es jetzt richtig genial aus! nun haben wir nämlich glitzernde Zucker-Eier! da hab ich fast überlegt, demnächst auf gekauften Puderzucker zu verzichten und immer selbst zu mahlen..

aber der Muskelkater hat mich dann doch eines besseren belehrt.. im Notfall ist es eine gute Variante, aber nicht für Immer..

und damit Ihr mir die glitzernden Zuckereiern glaubt:

ja gut, das Glitzern sieht man hier jetzt nicht grad berauschend, aber sie glitzern wirklich!!

Frohe Oster-Zöpfe!

vor Jahren hab ich das erste und einzige mal Hefezopf zu Ostern gegessen und fand es ganz schrecklich..

trocken, staubig, nach massig Hefe schmeckend und sonst nach nichts.. das einzig Wohltuende an diesem Zopf waren die vereinzelt zu entdeckenden Rosinen..

somit war ich der Meinung: Hefezopf ist eklig.. nun hat die liebe Danii von Lecker Bentos und mehr aber so einen lecker fluffig aussehenden und mit Pflaumenmus gefüllten Hefezopf gebacken.. da überkam es mich spontan, dass ich dem Gebäck eine zweite Chance geben wollte..

und tadaaa:
2016-03-27 Hefezopf 01

hier ist er! und ohne Rosinen, sodass der Liebste sich auch rantraut!

jeder hat ja „sein“ Heferezept, somit hab ich auch meins verwendet und nur die Grundidee von Danii übernommen..

75 g Butter in 250 ml warmer Milch schmelzen und auf Handwärme abkühlen lassen..

 

ein Drittel eines Hefewürfels in eine große Schüssel setzen und mit einem langstieligen Löffel 1 Teel. festen Honig abmessen.. mit diesem langstieligen Teelöffel wird nun die Hefe zerkrümelt.. durch den Honig wird die Hefe flüssig..

ist die Hefe gut aufgelöst, kommt die abgekühlte (!) Milch dazu und alles wird zu einer Masse verrührt.. 75 g Zucker unterrühren..

 

in 100g Schritten etwa 400 g Mehl zur Mischung geben.. diese jeweils mit dem Löffel verrühren.. bis der Teig von der Konsistenz her so ist, dass man ihn kneten kann.. jetzt kommt er auf eine bemehlte Arbeitsfläche.. hier wird er schön sorgfältig, aber nicht zu grob, durch geknetet..

wobei das Kneten bei Hefeteig eher ein Falten sein sollte.. immer den Teig in der Hälfte zusammenfalten, um 90° drehen und wieder falten.. immer nur vorsichtig nachmehlen bitte! im Endeffekt sollte man so auf 430 g bis 450 g verarbeitetes Mehl kommen..

wenn der Teig nicht mehr arg doll klebt, kommt er zurück in die Schüssel und darf 20 Minuten an einem warmen Ort gehen..

ich stell die Schüssel immer in den Ofen, stell ihn auf Ober-/Unterhitze und drehe die Temperatur gerade so weit auf, dass der Ofen anfängt mit heizen.. das sind dann sowas bei 30°/40°C denk ich mal.. tut dem Teig auf jeden Fall sehr gut..

anschließend wird er noch mal kurz durchgefaltet und zu einem Rechteck ausgerollt.. das Rechteck wird in drei Längstreifen geschnitten, welche auf einer Seite mit Pflaumenmus bestrichen werden.. dann die Pflaumenmusseite über die andere Seite klappen, fertig aufrollen und fertig ist der Hefestrang..

Danii hat das schön mit Bildern gemacht, da ruhig noch mal nachgucken! 

die Hefestränge werden jetzt auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zu einem Zopf verflochten.. diesen dann noch mal 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen..

so.. nun darf er endlich backen!

der Zopf wird bestrichen mit verquirlten Ei und dick bestreut mit Hagelzucker bei 200°C im vorgeheizten Ofen für etwa 30 bis 35 Minuten gebacken..

fertig ist der leckere Osterzopf! lasst es Euch schmecken und fröhliche Ostern!

2016-03-27 Hefezopf 02

Kasutera 2.0

manchmal hat man einfach Überraschungen in der Küche..

zum Beispiel macht man einen japanischen Kuchen, der als extrem feucht und süß beschrieben wird.. und glaubt, man hat ihn ganz für sich allein, da der Liebste ja „nur trockenen Kuchen, der nicht so süß ist“ isst.. und dann schmeckt er ihm doch ausgezeichnet und man bekommt von diesem „herrlich fluffigen und leichten Kuchen“ so gut wie nichts ab..

und manchmal da hat man eine Idee, zum Beispiel für ein Muster im Kuchen und das was aus dem Ofen kommt sieht alles andere als nach Muster aus.. und dann ist da doch noch ein Muster.. nur eben weiter hinten..

Kasutera-Versuch in bunt! hätt ich Matcha (Grünteepulver) gehabt, hätt ich grün noch mit reingebracht..

also nur so zur Idee:

eine Kollegin hat mal einen total schicken Kuchen mitgebracht, den sie für den Geburtstag Ihres Sohnes gebacken hat.. mit gaaanz vielen bunten Farben ringförmig von der Mitte des runden Kuchens aus..

sie nannte es „Tropftechnik“..

man tropft immer eine bestimmte Anzahl an Eßlöffeln je Farbe auf eine Stelle in der Form, somit verteilt sich der Teig ringförmig nach außen.. Prinzip klingt genial, wollt ich auch machen!

hab also die Hälfte des Kasutera-Teiges vor vermischen des Eischnees mit einem Eßl. Kakao schön eingefärbt und dann fleißig getropft.. immer zwei Eßl. vom hellen und zwei Eßl. vom dunklen Teig in die linke Ecke..

ich hab mir dabei so ein cooles, diagonales Streifenmuster vorgestellt.. also Streifen von oben nach unten, wenn man die Scheiben dann hat..

nun ja.. der Kuchen wollte halt anders, wie man auf obigem Bild sieht.. dafür sahen die ersten vier Stücke aber auch aus wie Unfall..

soviel also zum Thema „Das beste kommt zum Schluss“.. kann ich hiermit nur bestätigen..

er schmeckt übrigens genauso, wie normaler Kasutera, von dem Kakao merkt man rein gar nichts.. der Liebste, dessen Lieblingskuchen Kasutera inzwischen ist, meint nur, dass er ein wenig feuchter als der „Originale“wäre.. das kann aber auch am nicht ganz so festen Eischnee gelegen haben.. mir taten dann doch ganz schön die Arme weh.. das Yoga macht sich bemerkbar..

Milchmädchenkuchen

leider weiß ich nicht mehr, auf welchem Blog ich diesen Kuchen zuerst entdeckte [Edit: bei Mia!], aber dort war er mir sofort sympathisch.. er war nämlich genauso flach, wie meiner es nun ist…

im Ofen ging er soooo schön auf.. und anschließend viel er gaaaanz schnell zusammen.. nun ja.. was will man machen? lecker ist er aber allemal!

per Schneebesen werden 400ml gezuckerte Kondensmilch mit 4 Eiern schaumig gerührt, 150g gesiebtes Mehl, ein Teel. Backpulver und 50g geschmolzene Butter dazu und alles cremig rühren..

an dieser Stelle empfiehlt es sich den rohen Teig zu kosten.. ich hatte nämlich keine gezuckerte Kondensmilch gekauft – wie ich feststellen musste beim Kosten (bin kein Kaffeetrinker, hab keinen Plan von Kondensmilch).. also kamen noch 100g Zucker dazu..

ab in die Springform und bei 175°C etwa 45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.. 

auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und fertig!

das Rezept hab ich von Dr. Ola’s Kitchen und bei Ihr ging er richtig fluffig auf.. keine Ahnung was ich falsch gemacht hab.. aber egal, das tut dem Geschmack keinen Abbruch!

wobei ich ihn mir eigentlich eher für den Sommer vorstellen kann.. er ist extrem saftig und mit frischen Erdbeeren oder Himbeeren dazu bestimmt auch ein Gedicht!

Schneckchen²

heut gab’s die bekannten Kanelbullar mal in Abwandlung.. mit Puddingfüllung!

die Idee hab ich von chefkoch.de.. aber Traditionen treu, hab ich natürlich mein Hefeteig-Rezept genommen..

für etwa 30 Stück werden 75g Butter in 250ml warmer Milch erwärmt, bis die Butter geschmolzen ist.. nun werden 75g Zucker untergerührt.. als letztes kommt ein halber Würfel Frischhefe in kleinen Krümeln dazu..

das Gemisch wird etwa 10 Minuten stehen gelassen, bis die Hefe schön blubbert..

jetzt einen halben VanillePudding (etwa 250ml)  kochen und diesen mit Folie bedeckt kalt werden lassen.. durch die Folie bildet sich keine Haut auf dem Pudding und das ist für später gut so..

derzeit kann in einer großen Schüssel schon mal 430g Mehl mit einem halben Teel. Salz vermischt werden..   anschließend kommt das Hefegemisch dazu und wird gut untergeknetet.. der Teig sollte noch ein wenig kleben.. wenn Ihr per Hand knetet, solltet Ihr den Teig so an die fünf Minuten gut bearbeiten..

wie man Hefeteig ordentlich durchknetet, wird in diesem Video übrigens sehr schön gezeigt..

anschließend kommt er mit einem Geschirrtuch abgedeckt an einen warmen Ort zum Gehen..

wenn Ihr, wie wir derzeit, nirgends einen Hefe-geeigneten-warmen-Ort habt, stellt den Ofen auf kleinstmögliche Wärme und lasst den Teig dort drin gehen..

der Teig sollte nun mindestens 45 Minuten gehen dürfen, gern auch länger..

nach der Gehzeit der zukünftigen Schneckchen teilt Ihr den Teig am besten in zwei Teile..

der eine Teil kommt zurück in die Schüssel an seinen warmen Ort zurück und der andere wird bearbeitet..

den Teig noch mal schööööön durchkneten.. wer’s aushält ruhig noch mal 5 Minuten.. dann wird er zu einem Rechteck ausgerollt und relativ großzügig mit der Hälfte (oder weniger – ich hatt auch noch Pudding übrig zum Schluss) des kalten Puddings bestrichen.. anschließend wird der Teig aufgerollt.. am Günstigsten lässt die Rolle sich nun in Scheiben schneiden, indem man mit einem Bindfaden unter die Rolle geht und diesen dann über kreuz nach oben festzieht.. verständlich?

kann natürlich auch mit’nem Messer gemacht werden.. das Ganze wird natürlich mit dem zweiten Teigklumpen ebenso gemacht..

die Schneckchen kommen dann mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und dürfen an besagtem warmen Ort noch mal mind. eine halbe Stunde gehen..

anschließend kommen sie bei 180°C Umluft für 8 bis 12 Minuten in den vorgeheizten Ofen.. schön aufpassen, dass sie nicht zu braun werden!

die fertigen und noch warmen Schnecken werden jetzt nach Belieben mit einem Vanillezucker-Guss bepinselt.. (Puderzucker, ein Teel. Vanillezucker und Milch bis zur gewünschten Konsistenz verrührt..)

herrlich fluffig und nicht zu süß, wunderbar!