Donburi: Okyakodon

gleich mal zur Begriffserklärung: Donburi ist die japanische Bezeichnung für ein Reisschüssel-Gericht.. die Grundlage dieser Gerichte ist also Reis..
Oyakodon ist nun eine spezielle Art der Donburi und ist (makaberer Weise) mit Eltern-Kind-Schüssel zu übersetzen.. makaber daher, da hier Hühnchen und Ei miteinander gekocht werden, also die Eltern (= das Huhn) und das Kind (= das Ei).. nichts desto trotz schmeckt Oyakodon einfach super lecker und sicherlich wird es das bei mir nun häufiger geben, wenn denn mal Huhn übrig ist..
2015-05-30 Oyakodon 06

für eine Portion 120 g Reis (Trockengewicht) kochen und warm halten..

 

2 Teel. Sojasoße, 1 Teel. Mirin*, 2 Teel. warme Dashibrühe² und ⅛ Teel. Zucker in einer kleinen Pfanne miteinander verrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat..

 

50g Hühnerbrust in etwa 2 x 2 cm große Stücke schneiden und in die Pfanne mit der vermischten Soße geben..

 

ein Ei trennen, das Eigelb beiseite stellen..

zum übrigen Eiweiß ein weiteres Ei geben.. das Ei mit dem Eiweiß leicht verquirlen, aber nur soweit, das Eigelb und Eiweiß sich noch nicht miteinander vermischen.. ebenfalls vorerst beiseite stellen..

2015-05-30 Oyakodon 03

eine viertel Zwiebel längs in etwa 0,5 cm Zentimeter dicke Spalten schneiden und mit zur Hühnerbrust in die Pfanne geben..

2015-05-30 Oyakodon 01

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keine Lust auf Rollen?

Sushi ist sehr lecker, aber die Zubereitung dauert eine Weile.. das weiß jeder, der’s schon mal selbst gemacht hat..
Onigiri sind auch sehr lecker, aber die Füllung ist im Vergleich zum Reis doch etwas dürftig..

die Mischung macht’s bekanntlich und wie Japaner so sind, haben sie dafür natürlich auch schon eine Lösung:
Onigirazu!
2015-05-10 Onigirazu 07

man kann es quasi als Reissandwich bezeichnen.. und da meine mündlichen Erklärungen bisher niemand verstanden hat, kommt hier gleich mal die bildliche Erklärung:

2015-05-08 Onigirazu 01

ein Blatt Nori mit der glänzenden Seite nach unten legen und die Hälfte des gekochten (und bei mir mit Sushiessig gewürzten) Reises in der Mitte des Blattes verteilen..

ich koche übrigens immer 180 g Reis für eine Mahlzeit.. das entspricht einer kompletten Füllung meiner größeren Bentobox oder drei Onigiri (die nie zu dritt in die Box passen…… ) oder nun zwei Onigirazu..

nun kommt die Füllung Eurer Wahl darauf:

2015-05-10 Onigirazu 06

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~ 8 / 26 ~ Hanami feiern

2015-04-25 Hanami feiern 01

heute gibt’s endlich mal den Hanami-Post!

letztes Wochenende waren wir ja zu unserem ganz eigenen Hanami, also Kirschblütenfest, unterwegs.. die Jahre zuvor waren wir immer beim Hanami in Bad Langensalza mit dabei, aber nach inzwischen fünf Jahren war es Zeit für was Neues! also haben wir uns zurückbesinnt, auf die Anfänge des Hanami.. also zumindest die Anfänge, an die ich mich noch erinnern kann..

da war ich etwa 8 Jahre alt und wir feierten wir als Deutsch-Japanische-Gesellschaft zusammen mit vielen japanischen Studenten in einer riiiiiesigen Kirschplantage bei Jena.. es gab japanisches und deutsches Essen wild gemixt.. es wurde gegrillt, gegessen, getrunken, erzählt und viel gelacht.. es hat halt einfach immer richtig viel Spaß gemacht.. und so wollte ich das auch wieder haben.. einfach ein ungezwungenes Zusammensein mit allen, die ich gern um mich habe!

2015-04-25 Hanami feiern 03

also haben der Liebste und ich alle Freunde und Familienmitglieder eingeladen, damit sie mit uns die Kirschen betrachten.. und tatsächlich waren wir für das erste Mal eine ziemlich große Gruppe! knapp 20 Leute waren zusammen gekommen!

2015-04-25 Hanami feiern 02

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Hanami-Dango

heute feiern wir unser persönliches Hanami und während wir gerade dabei sind in Panik die letzten Sushirollen zu rollen die letzten Vorbereitungen zu treffen, geht dieser Post für Euch ganz streßfrei online..

wir haben uns mit unseren Gästen ausgemacht, dass jeder etwas mitbringt, gern natürlich asiatische Gerichte.. somit wird es Sushi, Glasnudelsalat und Oktopus-Würstchen geben, genauso wie Apfelkuchen, Thüringer (!) Bratwürste und Zwiebelbrot.. eine bunte Mischung also..
wir werden, wie schon erwähnt, Sushi beisteuern und dann wollte ich unbedingt noch Hanami-Dango machen.. die sehen sooooo toll aus, die wollt ich schon immer mal machen.. also wann, wenn nicht jetzt?

2015-04-24 Hanami-Dango 07

Dango heißt wörtlich einfach Kloß.. meistens sind es kleine gedämpfte Klöße aus Reismehl, Klebreismehl und Wasser, die gefüllt oder ungefüllt zum grünen Tee gereicht werden.. eine spezielle Art der Dango sind eben Hanami-Dango, die in den Farben der Kirschblüte gehalten (rosa – weiß – grün) zum Hanami gern gegessen werden.. die meisten Japaner färben ihre Hanami-Dango mit Speisefarbe, aber ich wollte gern unchemisch mit Matcha (grünem Tee) und Anko (süße Paste aus roten Bohnen) arbeiten.. leider war die Idee aber zu kurzfristig, so dass ich mir Notlösungen einfallen lassen musste.. wie gut, dass ich doch sowieso ein/zwei dieser Smoothie-Flaschen haben wollte (die sind nämlich auch nach dem ersten Öffnen noch dicht!)..

2015-04-24 Hanami-Dango 02

hat sehr gut funktioniert, auch wenn ich erst etwas skeptisch war.. geschmacklich merkt man zwar nix (bei dem pinken Smoothie leicht schade, beim grünen sehr gut ), aber die Farben sehen sehr hübsch aus, finde ich..

die beiden Mehlsorten bekommt man übrigens in fast jedem Asia-Laden für preiswertes Geld.. und im Internet gibt’s sie natürlich auch..
ich habe meine Dango mit Zucker gemacht, damit der deutsche Gaumen auch was schmeckt, schließlich ist nur Mehl mit Mehl mit Wasser jetzt nicht jedermanns Lieblingsspeise..

für etwa 10 Hanami-Dango-Spieße wird dreimal der Teig angerührt und dabei entsprechend gefärbt..

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neuer Versuch: Takoyaki

hach, heute ist der vierte Advent.. und was futtern wir da? muss ja was tolles sein, was zur Weihnachtsstimmung passt, ge? und aufwendig muss es sein, damit’s auch nach was aussieht!

vor zwei Jahren hab ich ja schon mal Takoyaki gemacht.. die waren aufwendig, aber leider nicht so besonders, daher hat’s bis zu einem neuen Cooking with Dog Video gedauert, bis ich mich doch noch mal rangetraut habe.. aber nun haben wir uns dann doch noch mal getraut und einen neuen Versuch gestartet:

2014-11-30 Takoyaki 03

250g Meeresfrüchte nach Wahl (bei uns Tintenfisch, Muscheln, Garnelen) vorbereiten.. alles in mundgerechte Stücke schneiden, die Garnelen wenn nötig entdarmen..
die Meeresfrüchte in ein Sieb geben, kurz mit lauwarmen Wasser abspülen und abtropfen lassen..

2014-11-30 Takoyaki 01

100g (450’er) Mehl mit einem halben Teel. Salz mischen.. 340ml kalte Dashibrühe unter rühren hinzufügen.. anschließend einen Teel. Sojasoße unterrühren.. zum Schluss ein kurz verquirltes Ei ebenfalls unterrühren..

es empfiehlt sich, den Teig in einen Becher zu geben, damit man ihn später besser ausgießen kann..

eine Takoyaki-Pfanne auf mittlere Temperatur vorheizen und sehr gut (!) einölen.. und auch die Fläche außerhalb der Löcher gut einfetten!

wer keine Takoyaki-Pfanne hat, kann – wie ich auch – eine Augenpfanne nutzen..

während die Pfanne vorheizt werden etwa 20g Frühlingszwiebeln geputzt, in feine Ringe geschnitten und in Kochstellen-Nähe platziert.. zwei Teel. Dashi-Pulver bereitstellen und wenn nicht im Haus, noch fix eine Okonomiyaki-Soße anrühren..

ist die Pfanne vorgeheizt, werden die Löcher bis zum Rand mit Teig gefüllt.. in jedes Loch kommen nun ein paar Meeresfrüchte.. anschließend wird die Frühlingszwiebel darüber gestreuselt und ein wenig des Dashi-Pulvers..

2014-11-30 Takoyaki 02

nun wird geduldig drei bis vier Minuten gewartet, bis der Rand der Takoyaki nicht mehr flüssig ist.. der Teig, der über die Löcher hinausgelaufen ist, kann währenddessen mit einem spitzen Holzstäbchen (Schaschlikspieß) in die Löcher hineingeschuppst werden..

sind die Takoyaki nun also am Rand etwas fest geworden, wird mit dem Holzspieß einmal um die Takoyaki herumgefahren um sie vom Rand zu lösen und dann werden sie um 90° gedreht, damit später auch Bällchen daraus werden..
man kann an dieser Stelle noch mal Teig nachfüllen, muss man aber nicht..

wie man die Takoyaki drehen kann, findet Ihr in zahlreichen Youtube-Videos

nach weiterer Back-Zeit werden die Takoyaki noch einmal gedreht und damit zu Bällchen geformt.. nun noch so lange braten, bis sie von allen Seiten goldbraun sind..

sind die Takoyaki fertig, werden sie fix auf einer hübschen Platte oder einem Teller angerichtet:
Okonomiyaki-Soße und wer mag (möglichst japanische) Mayonnaise drüber, noch ein wenig Frühlingszwiebeln darüber streuseln und mit Bonito-Flocken dekorieren..

2014-11-30 Takoyaki 03

Takoyaki werden noch heiß gegessen, da die Bonitoflocken dann noch hübsch tanzen

das dieses Rezept besser klappt, als das letzte sieht man übrigens auch an den angebissenen Takoyaki.. der erste Versuch entpuppte sich ja eher als Luftnummer (= nur Luft drin), aber diese hier sind schön gefüllt mit Teig und Meeresfrüchten:

2014-11-30 Takoyaki 04

mit diesem neuen Rezept wird es sie sicherlich wieder häufiger bei uns geben, so lecker wie die kleinen Dinger sind!