der Weg der Seife

hach ja, ich werd immer mehr zum Öko-Fritzen.. also werd ich den Freitag künftig nutzen, um Euch immer mal wieder ein paar grüne Ideen zu unterbreiten.. ganz im Sinne von Schluss mit Lustig!
und heute fang ich mal an, Euch ein wenig einzuweihen.. erstmal nur mit den harmlosen Dingen wie Haare waschen!

schon seit ich die Subs vom blauen Hibiskus damals in den Weiten des Internets gefunden hab, interessiere ich mich für’s „selber machen“.. zwar wird es nie was werden wie bei Lisa und Michael mit ihrem Experiment Selbstversorgung, aber zumindest Ansätze kann man sich stets und ständig holen.. und sein Leben so ein bisschen umgestalten..

klar, bin ich zu faul, alles selbst zu machen.. bei vielem seh ich es auch nicht ein.. aber bei manchen Dingen fange ich eben an nachzudenken und versuche es mal anders.. so wie auch bei der Körperpflege.. da hat mich der Blog langsamer leben angestupst mal drüber nachzudenken.. genauer gesagt dieser Post über Aleppo-Seife.. das ist eine Seife auf Olivenöl-Basis mit Lorbeeröl.. und das interessante ist, dass man sie zum normalen Waschen/Duschen und zum Haare Waschen nutzen kann!

2014-05-23 Aleppo Seife 01die kleine Handseife war als Geschenk bei meiner Bestellung bei Zhenobya dabei, find ich sehr süß

ist jetzt nicht selbstgemacht, klar, aber zumindest ein Stück weg vom Industrie-Gemisch, bei dem keiner weiß was drin ist und was es bewirkt..

ich war schon lange auf der Suche nach einem „neutralen“ Shampoo für meine Haare.. falls es Euch noch nie aufgefallen ist: es gibt keins..
entweder ist das Shampoo für fettige Haare, für blond gefärbte Haare, für schuppige Haare, für dunkel gefärbte Haare, für Haare mit fettigem Ansatz aber trockenen Spitzen oder für blau/grün/lila gefärbte Haare… ja und wenn ich einfach nur meine Haare waschen will, ohne irgendwelche Besonderheiten? das hat mich wirklich schon seit Jahren genervt.. aber eine Alternative hab ich bis dato nicht gefunden..

nun hat mich die Aleppo-Seife aber doch neugierig gemacht und ich hab sie nach längerem Hin- und Herüberlegen am Sonntag bestellt.. gestern kam sie an, perfekt: Freitags ist Haare-Wasch-Tag!

zur Erklärung: ja, ich wasche meine Haare nur einmal die Woche.. 1. ist es für die Haare gesünder, je weniger sie gewaschen werden, da das aufquellen der Haare sie empfindlich und brüchig macht und 2. würde ich bei meiner Haarlänge (110cm) sonst jeden Früh zwei Stunden eher aufstehen müssen, damit die Haare trocken sind, bevor ich los will (Lufttrocknen dauert eben – und ja, ich lass keine Haartrockner-Geräte an meine Haare, da die ebenso nicht besonders gesund und bei mir zudem nicht nötig sind )

nun hab ich mich also getraut und gleich das volle Programm gemacht: Haare mit Seife waschen + saure Rinse hinter her..

2014-05-23 Aleppo Seife 02

zur weiteren Erklärung: die Saure Rinse verhält sich in etwa wie Haarspülung.. die schmeißt man zum Schluss der Haarwäsche nicht etwa wegen des tollen Malediven-Honig-Frühlings-Dufts drauf, sondern damit die durch’s Wasser aufgequollenen Haare ihre Schuppenschicht wieder anlegen und schließen.. dadurch sind sie nämlich wieder ein wenig unempfindlicher..
Mischungsanleitungen zur sauren Rinse findet man wie Sand am Meer im Internet, die einfachste Mischung ist aber 1 Liter kaltes (!) Wasser mit einem Eßl. Essig vermischt.. fertig..

die letzten Jahre hab ich meine Haare meistens ohne saure Rinse gewaschen, dafür aber immer mit kaltem Wasser.. das schließt zum einen ebenfalls die Schuppenschicht, aber zum anderen ist es gut gegen Haarausfall..
nachdem ich zu meinen Kanzlei-Lernzeiten nämlich streßbedingt beim Haarewaschen strähnenweise Haare ließ und einem Nervenzusammenbruch nahe war, hab ich von Onkel Google gelernt, dass das kalte Wasser helfen kann.. weil: kalt sieht Poren zusammen -> zusammengezogene Poren halten Haarwurzeln fest -> Haare können weniger schnell rausgerubbelt werden beim Waschen..
hat geholfen.. und seit dem wird halt immer kalt gewaschen..

2014-05-23 Aleppo Seife 03

so.. nun aber mal wieder zum heutigen Experiment: Haare nass gemacht, Seife ein wenig aufgeschäumt und dann mit der klatschnassen Seife auf der Kopfhaut (leicht) rumgerubbelt, bis genug Schaum zum Waschen da war.. Seife weggelegt und Haare normal gewaschen.. ausspülen und: die Haare fühlen sich anders an als mit Shampoo..
hm.. wie beschreib ich das? dieses Gefühl, wenn man die Hände mit einem Stück Seife anstatt mit flüssiger Seife wäscht, dieses „quietschige Gefühl“, kennt Ihr das!? SO haben sich die Haare angefühlt! aber gut!
gleiche Prozedur noch mal und nach dem letzten Auswaschen die saure Rinse über den Kopp gekippt.. ausgewrungen, ein bisschen trocken gerubbelt und nun trocknen die Haare über der Stuhllehne vor sich hin, während ich diesen Post schreibe..

wenn sie trocken sind, werd ich mal ein Bild machen und das Ergebnis zeigen.. aber bis dahin müsst Ihr Euch damit begnügen, dass ich finde: es ist ein hervorragendes Gefühl und sieht bisher sehr zufriedenstellend aus!

die Seife hat nun zwar mit Versand knapp acht Euro gekostet, aber hey, die wird auch seeeehr lange halten!

 

und nun der Nachtrag mit dem Vor-Bürsten-Bild (direkt nach dem Lufttrocknen)…
2014-06-28 frisch gewaschen 01

…  und dem Nach-Bürsten-Bild

2014-06-28 frisch gewaschen 02

Haare sauber, wenn Sonne drauf scheint schimmern sie auch schick und durch die saure Rinse geht das Bürsten herrlich weich! was will man mehr!?

PSsst:
zur Vervollständigung des Haare-Wasch-Rituals nach shira: Haare trocknen über Stuhllehne mit Handtuch drunter so an die zwei Stunden.. ab und an mal durchschütteln hilft auch.. gekämmt werden sie erst, wenn sie trocken sind, weil – richtig geraten – sonst ungesund für die armen geschundenen Haare.. ich nehm immer erst mal einen groben Holzkamm und anschließend meine normale Bürste.. unten anfangen, Knoten schön vorsichtig lösen und nie, wirklich nie, ich wiederhole: wirklich nie, nie, niemals rupfen!!!

ansonsten werden meine Haare jeden morgen kurz normal gebürstet, dann noch 100mal mit der Wildschweinborsten-Bürste von ganz oben bis ganz unten gebürstet, zum Talg im ganzen Haar verteilen.. dadurch bleiben sie nämlich auch länger unfettig und ich seh nicht nach zwei Tagen aus wie sonstwas..
funktioniert seht gut!

und falls es doch mal Notfälle gibt und die Haare nicht gewaschen werden können, aber doch so langsam fettig aussehen: Fingerspitzen mit Mehl bestäuben und damit durch die offenen Haare fahren.. das Mehl zieht das Fett nämlich raus.. danach ordentlich ausbürsten, damit’s mich nach grauen/eingestaubten Haaren aussieht und fertig.. so kann man sich noch mal’nen Tag länger vor dem Haare waschen drücken

2 Gedanken über “der Weg der Seife

  1. Danii

    Ich bin auch immer auf der Suche nach Haarpflegemittel, die das Haar nicht so sehr schädigen. Meine Locken sind da immer sehr anspruchsvoll. Allerdings muss bei mir Fönen sein, sonst locken die nicht richtig aber ich benutze einen Difusor, der schädigt nicht ganz so schlimm.
    Übrigens mein Gewinnspiel geht nur noch bis Sonntag. Wenn Du teilnehmen willst, kommentiere unter dem Geburtstagspost.
    Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende
    Danii

    Antworten
    • shira-hime Autor

      also jetzt wo die Haare komplett trocken sind, bin ich noch mehr begeistert sind wirklich herrlich weich und absolut nicht fettig.. (hieß auf manchen Internetseiten nämlich, dass nach der ersten Wäsche die Haare fettig wirken können) ich kann die Seife also wirklich nur empfehlen!

      danke für die Erinnerung, aber ich back leider erst am Sonntag, da kommt dann der Post und die Verlinkung noch ganz fix

      liebe Grüße
      shira

      Antworten

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