auf der Tannenburg II

Ihr erinnert Euch noch an den Teil I, in dem es hauptsächlich um die Ritter-Show und das Heeres-Lager ging? nun geht es hauptsächlich um die „richtigen“ Kämpfe.. also das Reenactment..

2014-10-05 Tannenburg 21

damit man mal sieht, wie riesig dieses Lager war, noch mal ein Foto davon..

2014-10-05 Tannenburg 22

oben auf dem Markt gab es auch einen Harfen-Bauer.. hier stimmte er gerade eine und spielte dann auch ein wenig darauf.. sehr hübsch anzuhören!

2014-10-05 Tannenburg 23

eine mittelalterliche Familie beim Mittag..

Weiterlesen →

Apfelkuchen vom Blech

als wir letzten Sonntag vom Larp heimkamen – nach dem anstrengenden (aber herrlichen!) Wochenende und knapp zwei Stunden Heimfahrt im strömenden Regen – war der Bedarf nach einem Mittagsschlaf recht hoch.. aber auch das Verlangen nach Apfelkuchen, schließlich wurden wir vor dem Aufbruch unter anderem noch mit Äpfeln versorgt, die übrig waren und nun weg mussten..

also musste ein Kuchen ohne viel Aufwand aber mit Zeit zum Schlafen her:

2014-09-21 Apfelkuchen 02

200 ml Milch mit 75 g Butter erwärmen, so dass die Butter schmilzt, die Milch aber nicht anbrennt.. sobald die Butter flüssig ist, den Milchtopf vom Herd nehmen und schon mal ein wenig herunter kühlen lassen..

 

in einer großen Schüssel 375 g gesiebtes Vollkornmehl, ½ Würfel zerkrümelte Frischhefe, 75 g weiche Butter, 3 Eßl. Zucker mit 1 Prise Salz vermischen..
die Milch-Butter-Mischung unter Rühren dazu geben.. den Teig mit den Knethaken des Handrührgeräts erst 3 Minuten auf niedrigster Stufe, dann noch 2 Minuten auf mittlerer, zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten..  den Teig danach an einem warmen Ort abgedeckt ruhen lassen..

hier haben wir den perfekten Moment für einen Mittagsschlaf! ob eine dreiviertel Stunde oder zwei (wie bei uns ) ist dem Teig eigentlich egal solang er warm steht..

nach dem Ruhen den Ofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.. den Teig noch einmal kurz sanft falten und auf dem Blech so ziehen, dass er in jede Ecke reicht.. (Ausrollen geht auf Backpapier eh nicht)

 

4 bis 5 große Äpfel schälen und in dünne Spalten schneiden.. auf dem Teig verteilen..

 

in einer Schüssel 75 g Butter, 75 g Zucker, 1 großzügige Prise Zimt und 150 g gesiebtes Vollkornmehl zu Streuseln verarbeiten.. den Kuchen damit bedecken und ab in den Ofen damit..
Küchenuhr auf 35 Minuten Backzeit stellen und backen lassen, bis die Streusel und der Rand des Kuchens schön braun sind..

bis dahin kann man sich noch mal ins Bettchen oder auf das Sofa kuscheln und weiter von Abenteuern und Feen träumen..

2014-09-21 Apfelkuchen 03

und wenn man dann vom verführerischen Duft von Apfelkuchen geweckt wird, kann man sich sogleich mit einem Becher warmen Kakao und frischer Vanilleschlagsahne darüber her machen!

2014-09-21 Apfelkuchen 01

es geht im Herbst doch nichts über noch warmen Apfelkuchen!

ichbacksmir

 
 
 
 
 


Nährwerte pro Stück (bei 24 Stücken zu je 65 g):
109 kcal | 2,7 g Eiweiß | 18,5 g KH | 2,6 g Fett

~ 18 / 25 ~ Mittelaltermarkt besuchen

Seyed willkommen im gar herrlichen Salzaha, welches alljährlich zum großen Spektakulum der Rittersleut und Handwerker ruft!

auch in diesem Jahr, zum nunmehr 22ten Male,  ist dieses große Fest ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus für Klein und Groß, doch sehet selbst und staunet:

2014-08-30 Mittelaltermarkt 01

ziehen wir also los zum Lager der Herren Ritter und schauen uns ein wenig um.. dort wird natürlich für die Ritter gesorgt und gekocht..

2014-08-30 Mittelaltermarkt 02

aber auch alltägliches Handwerk betrieben.. schließlich kommen die Taler für das tägliche Rittermahl ja nicht vom Himmel gefallen!

2014-08-30 Mittelaltermarkt 03

und ach, ich gestehe, an die 50 Taler wechselten so auch bei mir wiedereinmal den Besitzer… es gibt halt immer wieder tolle Sachen, die Frau noch unbedingt für die Gewandung braucht!!!

2014-08-30 Mittelaltermarkt 04

aber wo gearbeitet wird, muss natürlich auch gegessen werden! und wenn’s so herrlich schmeckt, richtet sich der wohlhabende Herr gern sein Plätzchen neben der Bühne ein

Weiterlesen →

japanischer Garten Bad Langensalza – Teil 2

soo und weiter geht’s mit dem japanischen Garten in Bad Langensalza:

2014-06-20 Gartenführung 12

durch den herrlichen Bambushain von Teil 1 geht’s nun zurück in den offeneren Garten, in dem übrigens auch viele solcher hübschen Laternen stehen.. jede mit individuellem Muster und immer ein wenig anders..

2014-06-20 Gartenführung 13

auf seine Bonsai ist der japanische Garten besonders stolz.. so wurde dieser hier auch mit zwei anderen neu zur Show gestellt..  wenn man sich überlegt, dass dieses Bäumchen (übrigens  eine Mädchen-Kiefer) 100 bis 120 Jahe alt ist, ist das wirklich beeindruckend.. mit Ehrfurcht lauschten wir den Ausführungen zu den verschiedenen Bonsai im Garten..

2014-06-20 Gartenführung 14

und dann ging’s weiter zum großen Steinfluss.. hier kann man in aller Ruhe die Ruhe genießen und Schildkröte, Kranich und was die Phantasie noch so hergibt suchen..

2014-06-20 Gartenführung 15

na? wer sieht den Kranich?

2014-06-20 Gartenführung 16

über eine kleine Steinbrücke ging es weiter in Richtung des großen Teehauses, mit integriertem richtigen japanischem Teehaus.. dabei umrundet man das große Teehaus ein wenig und kann schon einmal hineinspähen..

2014-06-20 Gartenführung 17

oder man blickt noch einmal auf den Steinfluss und findet dann doch noch die Schildkröte!

2014-06-20 Gartenführung 18

nun aber angekommen im Teehaus, gab es noch eine kleine Zusammenfassung der japanischen Teezeremonie..
wer sich dazu noch mal belesen möchte, kann hier nachschauen, da hab ich mal eine Teezeremonie im Teehaus Bad Langensalza fotografisch festgehalten..

2014-06-20 Gartenführung 19

anschließend ging’s auf dem überdachten Rundgang weiter an herrlichsten Bonsai vorbei.. unter anderem an diesem in herrlicher Blütenpracht stehendem kleinen Kerl.. wobei.. wir haben gelernt, das traditionell als „weibliche“ geltende Bäume in runden Schalen und „männliche“ Bäume in eckigen Schalen stehen.. also ist dieser kleine Kerl hier wohl vielmehr eine rosarote Fee ..

2014-06-20 Gartenführung 20

und dann waren wir auch schon wieder zurück im kleinen Teepavillon vom Anfang.. denn nach einer eineinhalb stündigen Führung braucht man vor allem eins:

2014-06-20 Gartenführung 21

japanisches Bier!? mh.. na den Tee hab ich ja noch über mich ergehen lassen, aber Bier? och nö.. dann nehm ich lieber das hier:

2014-06-20 Gartenführung 22

Sushi!!!

ein wirklich gelungener Abend, der sehr viele Informationen und ebenso viel Freude und Spaß am Herumstöbern und Fotografieren brachte..

in diesem Sinne auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Deutsch-Japanischen-Gesellschaft Erfurt und die Garten- und Landschaftsarchitektin Silke Haßkerl-Schilling für das Organisieren dieses wunderschönen Abends und natürlich an die Kurgesellschaft Bad Langensalza, welche den Garten für uns öffnete!

japanischer Garten Bad Langensalza – Teil 1

schon öfter hab ich Euch ja vom Hanami im japanischen Garten in Bad Langensalza mit seinem Teehaus vorgeschwärmt.. (noch mal zum Nachschauen die Jahre 2012 und 2013, und das Teehaus)
bisher hab ich Euch aber recht wenig vom Garten selbst gezeigt, das wird nun nachgeholt!

wir hatten nämlich die Gelegenheit, den Garten mal komplett leer für uns zu haben! durch eine von der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft Erfurt organisierte Abend-Führung mit der Garten- und Landschafts-architektin Silke Haßkerl-Schilling, welche den Garten geplant und durch den kompletten Bau begleitet hat.. herrlich!

und weil ich mal wieder so viel rumgeknipst habe, dass ich mich kaum entscheiden kann, welche Bilder ich Euch zeigen will, machen wir mal lieber zwei Posts draus also los geht’s mit Teil 1:

der japanische Garten in Bad Langensalza trägt den Namen Kofuko no Niwa – Garten der Glückseligkeit..

2014-06-20 Gartenführung 00

und zur Glückseligkeit gehört vor allem Ruhe und Gelassenheit.. jedesmal wenn ich den riesigen Buddha sehe, überkommt mich wirklich eine Woge der Erfurcht und Ruhe..
wenn ich groß bin, will ich auch so einen im Garten!

2014-06-20 Gartenführung 01

so eingebettet ins Grün, umrahmt von der dezenten aber herrlichen Mauer.. ein genialer Anblick, der zum Meditieren einläd..

2014-06-20 Gartenführung 02

aber wir waren nicht zum Meditieren dort, aber dennoch zumindest zum Runterkommen und was bietet sich da mehr an, als erstmal eine Schale Tee im Teepavillon?

2014-06-20 Gartenführung 04

man konzentriert sich auf das Wesentliche: den Tee.. und alles andere verschwimmt im Hintergrund..

2014-06-20 Gartenführung 05

so soll’s sein.. und da schmeckt sogar mir ein Schälchen Grüner Tee.. eigentlich bin ich nicht so der Grüntee-/Matcha-Fan, ist mir zu bitter.. aber mit Süßigkeiten (oben rechts im Bild: Mandelschnitten) schmeckt er dann doch erstaunlich gut..

2014-06-20 Gartenführung 06

und dieser süße Bonsai im Teepavillon hatte’s mir noch angetan.. von den zehntausend gemachten Bildern dieses Bäumchens sind dann nach hartem Aussortieren doch nur drei übrig geblieben.. das Bild läd aber auch zum Rumspielen ein..

2014-06-20 Gartenführung 07

direkt vor dem Teepavillon liegt der riesige Koi-Teich des Gartens.. die Koi freuen sich natürlich über Gäste, die sie füttern.. und die Gäste freuen sich über das gierige Schnappen der Koi.. lustig ist auch immer wieder, dass die Koi nach allem schnappen, was Futter sein könnte.. demnach auch nach Fingern, die ins Wasser gehalten werden.. ein wirklich interessantes Gefühl von einem Koi „geschnappt“ zu werden

2014-06-20 Gartenführung 08

und weiter ging’s.. vorbei an den Kirschbäumen, hinauf zum Wasserfall und über die Steinplatten in Richtung des Bambuswaldes..

2014-06-20 Gartenführung 09

aber erstmal ein Blick auf unsere kleine Runde.. wir waren die einzigen im Garten, was natürlich herrlich leere Fotos erlaubte..
und ich knipste fleißig durch die Gegend, während wir gebannt den Worten von Frau Haßkerl-Schilling lauschten..

2014-06-20 Gartenführung 03

so erzählte sie beispielsweise warum die Wege in japanischen Gärten meist gewunden und geschwungen sind, im Gegensatz zu unseren europäischen, gradlinigen Wegen (man denke nur an die oft netzartigen Wege in deutschen und französichen Parks).. nämlich sind die Japaner der Meinung, man sollte möglichst viele Biegungen gehen um den Weg mehr zu schätzen, um am Rande liegende Sachen ebenfalls zu beachten und nicht blindlings an allem, das nicht dem eigentlichen Ziel dient, vorbeirennen.. ganz nach dem Motto Der Weg ist das Ziel..

2014-06-20 Gartenführung 11

 weiter ging’s dann durch den beeindruckenden Bambushain.. wusstet Ihr übrigens, dass Bambus nur blüht, wenn er kurz vor seinem Tode steht? sonst steckt er seine gesamte Kraft in das Wachsen der Triebe, aber wenn er merkt, dass sein Ende naht, dann lässt er Blüten spießen um sich noch fix auf dem Samenwege zu verbreiten.. demnach freut sich kein Gärtner, wenn sein Bambus blüht..

2014-06-20 Gartenführung 10

und nach dem Bambushain tritt man durch ein herrliches rotes Torii, welches meistens an Eingängen zu heiligen Orten steht.. dieses steht vor einem Kreis der Ruhe und Besinnung, der von drei uralten Kastanienbäumen, welche mit Shimenawa (= na sagen wir mal sowas wie ein heiliges Seil) geschmückt sind..

der Fächerahron, der auf dem Bild links neben dem Torii steht, färbt sich im Herbst übrigens herrlich blutrot und verstreut seine Blätter dann auf den Felsen unter sich, was ein wunderschönes Bild gibt.. es lohnt sich also zu jeder Jahreszeit in den japanischen Garten zu kommen!

so, damit komm ich für heute zum Ende, weiter geht’s dann später mit Teil 2!