Vikings Blåbärskaka

dass mich die schwedischen Backwerke faszinieren, hab ich ja nun schon verraten.. und eigentlich stand auf meiner „unbedingt in Schweden essen“-Liste auch der traditionelle Blåbärskaka.. aber leider habe ich den nirgends gefunden.. Blåbärskaka ist, wie man schon erahnen kann: Heidelbeerkuchen.. und was wir vor allem (außer Wasser) in Schweden gesehen haben, waren Heidelbeeren!
jede Insel, auf der wir übernachteten, war bedeckt mit Heidelbeer- und Preiselbeerbeeten.. an die Preiselbeeren haben wir uns nicht gewagt, da wir dort nicht genau wussten, was es für Beeren sind.. aber die Heidelbeeren!

so gab’s natürlich auch mal Heidelbeer-Müsli zum Frühstück:

2015-08-21 Heidelbeermüsli

tja.. und wenn ich schon keinen Blåbärskaka in Schweden essen kann, muss ich ihn mir halt nach schwedischem Rezept selber backen:

125 g Butter schmelzen..

 

2 Eier mit 180 g Zucker verrühren.. die geschmolzene Butter, sowie 150 g Vollkornmehl, 1 Teel. Backpulver, 2 Teel. Vanillezucker und 7 Eßl. Sesam (etwa 80 Gramm) unter rühren hinzufügen.. den Teig in eine gut gefettete Form gießen..

200 g frische Heidelbeeren auf dem Teig verteilen und 2 gehäufte Eßl. Zucker darüber streuen..

2015-09-08 Blåbärskaka 01

den Kuchen bei 175°C ca. 55 Minuten auf unterster Schiene backen..

2015-09-08 Blåbärskaka 02

durch den Sesam und das Vollkornmehl ist es ein richtig kerniger Kuchen, wie ihn jeder Wikinger nach langer Seefahrt sicher gern auf dem heimischen Tisch gehabt hätte!

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Pancakes 2.0

also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, mache ich kanadische Pancakes.. in den ganzen amerikanischen Rezepten war Butter und Buttermilch, in den kanadischen Rezepten dafür Öl und normale Milch.. also mach ich kanadische Pancakes.. soll mir recht sein.. als ich als Kind das erste mal Pancakes probieren durfte, wurden sie schließlich auch von jemandem gebacken, der (gefühlt) sein halbes Leben mit den Bären in Kanada verbracht hat..

ein sehr leckeres Frühstück, wenn man viel Energie für den Tag braucht und schnell satt werden will.. 
2015-05-01 Pancakes 02

150 g Mehl mit zwei Teel. Backpulver, einer Msp. Salz und 4 Eßl. Zucker vermischen.. im Messbecher 200 ml Milch mit drei Eßl. neutralem Öl und einem Ei verquirlen und anschließend zur Mehlmischung geben.. aus allem einen homogenen Teig rühren und erstmal bei Seite stellen..

 

eine große Pfanne nicht ganz auf mittlere Temperatur stellen (4,5 von 10) und warten bis diese warm wird..

warum auch immer, wenn man den Teig kurz stehen lässt, werden die Pancakes besser.. also nicht schon die Pfanne vorheizen, während der Teig angerührt wird..

und die große Pfanne empfiehlt sich, weil man so besser mit dem Pfannenwender unter die Pancakes drunter kommt zum Wenden, als in einer kleinen Pfanne..

eine kleine Kelle (oder drei Eßl.) Teig in die Mitte der Pfanne geben und von selbst auseinander laufen lassen.. etwa zwei Minuten ausbacken, bis der Pancake oben auf Luftblasen wirft, dann vorsichtig wenden und noch mal eine bis zwei Minuten backen.. während des zweiten Backens die Pancakes mit dem Pfannenwender noch mal flach drücken, damit sie von beiden Seiten durchgehend gebräunt werden..

wenn der Pancake so aussieht:

2015-05-31 Pancakes

kann er gewendet werden..

sobald ein Pancake fertig ist, kommt er auf einen Teller und alle nachfolgenden werden dann einfach oben drauf gestapelt, so bleiben sie schön warm.. es empfiehlt sich aber, nicht über die Höhe der später zu verwendenen Gabel-Zinken hinauszustapeln.. sonst wird’s schwierig mit dem Essen.. Pancakes werden nämlich traditionell mit Messer und Gabel gegessen..

auf den letzten Pancake ein bis zwei Stückchen Butter setzen und die Pancakes mit Ahornsirup (Grad C – kräftiger Geschmack) übergießen..

2015-05-01 Pancakes 01

ich gebe zu, auf meinen Bildern das ist kein Ahornsirup.. na doch, ein klein wenig ist noch zu sehen: da links der Tropfen auf dem Teller.. aber das war nur noch soooo wenig Sirup, dass ich noch Zuckerrübensirup drüber gekippt hab.. schmeckt auch gut, aber mit Ahornsirup ist’s natürlich leckerer und authentischer.. ich empfehle übrigens den Ahornsirup Grad C.. das ist der einzig Wahre!


Nährwerte pro Stück (50 g):
117 kcal | 3,5 g Eiweiß | 17,3 g KH | 3,7 g Fett

Schoko-Hunger!

eines Morgens wachte ich auf und wollte Schokokuchen.. okay, ich gebe zu, das ist nicht nur an einem Morgen so gewesen, so geht’s mir öfter.. aber dann muss natürlich auch Schokokuchen her.. also ein schnell zusammengerührter, mit Zutaten, die man auch Sonntags im Haus hat:

100 g Butter langsam schmelzen lassen.. während dessen den Ofen auf 180°C vorheizen und 100 g Zartbitterschokolade grob hacken und vorerst beiseite stellen..
3 Eier mit 150 g Zucker schaumig rühren.. 200 ml Milch und die geschmolzene Butter unterrühren.. 200 g Mehl mit ½ Pck. Backpulver vermischt, 50 g Kakaopulver und 100 g gemahlene Mandeln zum Teig geben und alles unterrühren.. zum Schluss die gehackte Schokolade unterheben..

2015-04-19 Herrenkuchen 01

den Teig in die Kuchenform füllen und bei Umluft für 40 bis 45 Minuten backen.. Stäbchenprobe zum Testen ob er schon durch ist verwenden!

2015-04-19 Herrenkuchen 02

der Kuchen ist ein typischer Herrenkuchen.. nicht sehr süß, aber seeehr schokoladig.. und wie bei den meisten guten Kuchen, schmeckt er am nächsten Tag noch viel besser! wenn die Schokostückchen nicht mehr flüssig vom Backen sind, ist es einfach herrlich sie leicht knackig im Kuchen zu haben..
2015-04-19 Herrenkuchen 03

man kann den Kuchen nun noch mit einer Vollmilch-Schoko-Glasur überziehen, das war mir aber zu aufwendig.. aber so wie bei Ann-Katrin von Penne im Topf mit den Smarties oben drauf, sieht das schon schick aus..

wer im Übrigen keine Lust auf nussigen Kuchen hat, kann natürlich auch die gemahlenen Nüsse weglassen.. dann solltet Ihr aber 50 g mehr Mehl hinzugeben, damit die Konsistenz gleich bleibt..


Nährwerte pro Stück (69 g):
244 kcal | 5,9 g Eiweiß | 31,6 g KH | 10,5 g Fett

meine russische Freundin

(jetzt bitte die weltbekannte Melodie von „Kalinka“ dazu summen: )
Schaaaaarlotka, Scharlotka, Scharlotka, moja!

geduldiges Warten auf das erste Obst der Saison, treibt mich in die Arme des Obstes der letzten Saison: Äpfel.. die sind noch gelagert von der letzten Ernte und müssen reichen, bis die Erdbeeren kommen.. also hab ich nach Apfelkuchen-Rezepten gesucht und was schickes gefunden: die Scharlotka – eine russische Apfeltarte, die sogar ganz ohne Butter auskommt! und auch so recht sparsam ist an Zutaten:
2015-04-12 Scharlotka 01

Backpulver fehlt noch im Bild, aber sonst war’s das an notwendigen Zutaten.. gut, ein paar zu viele Äpfel sind es hier, aber ich hab auch zwei Kuchen daraus gebacken..

drei Granny Smith schälen. entweder in feine Spalten schneiden oder einfach wild klein würfeln und erstmal bei Seite stellen. den Ofen auf 200°C vorheizen.

3 Eier zusammen mit 160 g Zucker und 1 Prise Salz schaumig rühren. 150 g Mehl gemischt mit 1 Msp. Backpulver dazusieben und unterrühren. wer möchte, kann noch 1 kräftige Prise Zimt und 1 Schuss Vanilleextrakt in den Teig geben und ebenfalls unterrühren.

eine 26er-Springform mit Backpapier auslegen/gut einfetten, ⅔ des Teiges einfüllen und die Äpfel auf dem Teig verteilen.

2015-04-12 Scharlotka 02

den restlichen Teig auf die Äpfel geben, ein bisschen glatt streichen und die übrigen Äpfel darauf verteilen.

2015-04-12 Scharlotka 04

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Dreierlei Marmorkuchen

schon eine ganze Weile schleiche ich ja um den Marmorkuchen von Nina herum.. der ist nämlich was besonderes.. mit Marzipan und Mohn und Schokolade! das sieht nicht nur toll aus, sondern klingt auch geschmacklich sehr interessant..
aber bisher habe ich mich noch nicht so recht getraut, ihn zu backen.. der Liebste mag nämlich kein Marzipan.. und ich mag eigentlich keinen Mohn.. aber Nina nimmt gemahlenen Mohn.. und seit dem ich mal gezwungen wurde in den Genuss gekommen bin, einen Rührkuchen mit gemahlenem Mohn zu essen, habe ich festgestellt, dass es zwischen Mohnkuchen und Mohnkuchen einen Unterschied gibt.. somit bleibt also noch das Marzipan-Problem, welches hier neben mir sitzt und lieber Kanelbullar haben will……
also musste ich jemanden finden, dem ich den Kuchen mitbringen kann.. die eine Schwiegermutti sagt, der Vater des Liebsten mag ebenfalls kein Mohn.. also hab ich’s da nicht weiter versuchen brauchen.. die andere Schwiegermutti hatte andere Pläne beim letzten Zusammentreffen, sodass auch dort kein Kuchen gebraucht/gewollt wurde.. zum Verzweifeln ist das!

aber jetzt! da kommt meine Tante und sagt, wir sind zum Geburtstags-Pizza essen eingeladen.. sie haben nämlich einen herrlichen, selbstgebauten Steinofen im Garten.. und da hab ich doch gleich meinen Kuchen versucht an die Frau zu bringen.. Zitat: „boah, das klingt ja prima! na klar kannst Du den mitbringen! da hab ich weniger zu tun! *hehe*“.. perfekt!

2015-04-03 Marmorkuchen 05

zur Vorbereitung 100g Marzipan fein reiben (geht am besten wenn es vorher im Tiefkühler war).. 75g Zartbitter Schokolade schmelzen und leicht abkühlen lassen.. 150ml Milch abmessen und auf Zimmertemperatur warm werden lassen..

 

für den Teig 250g zimmerwarme Butter mit 200g Zucker verrühren.. anschließend einzeln 5 zimmerwarme Eier unterrühren..

in eine zweite Schüssel 400g Mehl sieben und mit einem Päckchen Backpulver vermischen.. nun immer im Wechsel Mehl und Milch zur Zuckermischung geben.. mit dem Mehl anfangen und auch aufhören..

 

eine Gugelhupfform gut einfetten und mit Semmelmehl ausstreuen..

Teig dritteln.. in das erst Drittel das Marzipan einrühren und in die Form füllen..

2015-04-03 Marmorkuchen 01

das eine restliche Drittel mit der Schokolade einfärben und ebenfalls in die Form füllen..

2015-04-03 Marmorkuchen 02

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