Martinshörnchen 2.0

heute ist wieder Martini und wie ich Euch letztes Jahr schon gezeigt hab, gibt es bei uns zu Martini traditionsgemäß immer Martinshörnchen. das Rezept hat es mit dem Plunderteig natürlich in sich, was die Zeit angeht.
beim Rezepte-Stöbern auf Youtube bin ich über einen DDR-Rezepte-Channel gestolpert, der unter anderem einen Quarkblätterteig, auch Hausfrauenblätterteig genannt, vorstellt. Blätter- und Plunderteig sind an sich schon verschieden, aber man kann ja beides mal ausprobieren, ne?

ein bisschen einfacher als normaler Blätterteig ist dieser Quarkblätterteig auf jeden Fall aber auch deutlich kalorienreduzierter! beim Quarkblätterteig werden alle Teigzutaten gleich mit einem Mal zusammengeknetet und dann entweder noch einpaar mal touriert oder sogar gleich so weiter verwendet. das wollte ich ausprobieren und gleich mal gucken, ob es einen großen Unterschied macht ob touriert wird oder nicht. also ran an’s Werk:

am Vortag 250 g weiche Margarine, 250 g Mehl, 250 g Magerquark, 1 Pck. Vanillezucker und 1 Prise Salz miteinander zu einem Teig verkneten.

in Frischhaltefolie eingeschlagen 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. anschließend eine einfache Tour falten (siehe Martinshörnchen 1.0), 15 Minuten kühlen, eine doppelte Tour falten, wieder 15 Minuten Ruhe und anschließend noch mal eine einfache Tour falten. abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern.

wenn nicht touriert werden soll, dann kommt der Teig gleich in Frischhaltefolie eingeschlagen über Nacht in den Kühlschrank.

am Backtag den Ofen auf 200°C vorheizen.

den Teig teilen und einen Klumpen kurz zur Seite legen. den Teig etwa 0,5 cm dick auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen und der  Länge nach in zwei dicken Streifen schneiden. etwas neben die Mitte der Streifen – mit etwas Abstand – je 1 Teel. rote Marmelade (insg. ~ 250 g) oder Marzipan (insg. ~ 100 g) geben und den Teig einmal überschlagen, dass die Längskanten aufeinander liegen.

nicht wundern, dass mein Marzipan türkis ist. das ist noch übrig gewesen von der letzten Prinsesstårta. luftdicht verschlossen und im dunklen, kühlen Vorratsschrank hält sich Marzipan glücklicherweise gefühlte Jahre nur das weichkneten wird dann eben etwas schwieriger…

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Erfurter Martinshörnchen

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne,
brenn an mein Licht, brenn an mein Licht,
aber mein Laternchen nicht!
2016-10-29-martinshoernchen-14

„Die Martinshörnchen gibt es nur einmal im Jahr, am 10. November, dem Geburtstag von Martin Luther. Daher hat das Hörnchen seinen Namen. Mit dem Heiligen Martin von Tours und dessen Namenstag am 11. November hat das Hörnchen demnach nichts zu tun, wissen die Bäcker der Stadt Erfurt. Gefeiert werden trotzdem beide Martins. Tausende Erfurter, vor allem viele Kinder mit bunten Lampions, treffen sich immer am 10. November abends auf dem Domplatz, um gemeinsam das Martinsfest zu begehen. Ein Markt mit Handwerkerständen lockt die Besucher bereits ab dem Vormittag ebenso wie die berühmte Martinsgans, und auch ein ökumenisches Fest der beiden großen Kirchen begeistert die Menschen. Nicht zu vergessen die Martinshörnchen: Über 12.000 sorgen für den süßen Geschmack an diesem besonderen Tag.“
Zitat Thüringen-entdecken.de

oder so ähnlich. der 10.11. war bei uns schon immer „Martini“ und wie es im Zitat schon steht: an diesem Tag ziehen Kinderscharen mit selbstgebastelten, bunten Laternen umher, klingeln bei den Leuten und singen ihnen Martinslieder vor. als Dankeschön bekommen die Kinder anschließend Süßigkeiten oder aber Martinshörnchen.
als Kinder fanden wir die Süßigkeiten natürlich toller, aber inzwischen sind die Martinshörnchen für mich DAS Highlight im November.
das schöne an ihnen ist auch, dass sie nicht aus fettem Blätterteig, sondern aus Plunderteig gemacht werden. der Unterschied hierin ist, dass Blätterteig nur durch die eingearbeitete Butter blättrig wird und daher sehr viel davon braucht. Plunderteig aber wird mit Hefeteig gemacht, dadurch braucht er wesentlich weniger Butter und ist damit auch nicht so mächtig. mein Plunderteig-Rezept stammt von der Kuchenfee Lisa, ich hab es aber ein bisschen abgewandelt. weniger Butter und weniger Hefe.

aber genug der Worte, jetzt gibt’s das Rezept für Euch:

Vorbereitung:
500 g Mehl in eine große Schüssel sieben und in den Kühlschrank stellen.

 

150 g Kühlschrank-kalte Butter auf ein Stück Backpapier drapieren,

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mit einem weiteren Stück Backpapier abdecken und mithilfe eines Nudelholzes zu einer Platte ausrollen

2016-10-29-martinshoernchen-02

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wenn das Leben Dir Zitronen gibt

back’nen Kuchen draus!

zwischen dem ganzen Grün muss jetzt mal kurz’ne andere Farbe her.. sonst passen auch die Ostereier auf dem Kuchen so gar nicht mehr und das wär ja schade, nech?

 

die neuste Herausforderung beim ich back’s mir-Projekt von Tastesheriff hieß Zitronenkuchen.. und da ich den ganz einfachen Rührkuchen am liebsten habe, gab es auch so einen!

wie praktisch, dass die liebe Katha von Katha kocht erst neulich eine sehr lecker aussehende Variante verbloggt hat.. die hab ich gleich mal nach gebacken

2014-04-18 ZitronenkuchenKatha hat einen Zitronen-Orangenkuchen gebacken, bei mir ist’s aber ein reiner Zitronenkuchen geworden.. trotzdem sehr lecker und schön fruchtig!

für eine Kastenform (oder 24 Muffins) werden 200g zimmerwarme (!) Butter mit 200g Zucker schaumig geschlagen.. vier Eier einzeln unterrühren und anschließend den Saft von ein einhalb Zitronen (die übrige halbe Zitrone kommt in den Guss) und einen Teel. Vanilleextrakt dazu geben.. wer kein Vanilleextrakt hat, kann ein Tütchen Vanillezucker nehmen
alles schön mit einander verrühren und nun 200g Mehl, gemischt mit einem Teel. Backpulver, und dem Abrieb einer ungespritzten Zitrone (wieder ein bisschen zurückbehalten für den Guss) unterrühren..

den Teig in eine gut gebutterte und mit Semmelmehl ausgestreute Kastenform füllen, etwas gerade klopfen und in den auf 180°C vorgeheizten Ofen für etwa 25 bis 30 Minuten damit..

per Stäbchen-Probe gegen Ende der Backzeit immer mal schauen, ob er noch ein wenig braucht oder nicht.. ist der Kuchen fertig gebacken, wird er aus seiner Form geholt und kann auskühlen.. anschließend rührt Ihr einen Zuckerguss aus dem Saft der restlichen halben Zitrone und so viel Puderzucker, dass ein streichfähiger Guss entsteht, an.. auf den Kuchen damit und je nach Anlass noch mit Zuckerdekor in Form von Ostereiern (wie bei uns), Schmetterlingen, Blümchen oder was auch immer verzieren..

lecker, lecker! und immer wieder ein gern gesehener alter Hase: der Zitronenkuchen

ichbacksmir

ich back mir Gugelhupf!

neue Herausforderung beim ich back’s mir Projekt: Gugelhupf!

öhm… okay.. Gugelhupf.. das ist doch so’n Kuchen in Kranzform.. lieber erst mal googeln (hihi) was eigentlich ein Gugelhupf ist..

Gugelhupf, auch Napfkuchen, Topfkuchen oder Rodonkuchen, ist ein Kuchen aus Hefeteig, oft mit Rosinen.

Quelle: Wikipedia

oho! ich war immer davon ausgegangen, dass der aus Rührkuchenteig ist.. auf Hefeteig wär ich glaub ich eher weniger gekommen.. aber gut.. da’s der erste echte Gugelhupf im Erdbeerkönigreich sein soll, muss der auch Original sein! oder so fast.. weil mit Rosinen kann ich meinen Liebsten jagen.. das wird nix.. und da ich den Gugelhupf nicht allein futtern will, muss ich ihn Liebsten-Tauglich halten

okay.. alternative, damit’s nicht einfach nur ein Hefeteig ist? mh.. erinnert mich an Osterzöpfe.. die mag ich auch nicht ohne irgendwas… aber mit Pflaumenmus sind die lecker! aaalso: ein Gugelhupf ohne Rosinen, mit Pflaumenmusfüllung.. jawoll!

2014-03-24 Gugelhupf 01

also schnell ein Rezept gegugeltgegoogelt und los geht’s:

225ml Milch lauwarm erhitzen und einen Würfel Hefe hineinkrümeln.. in einer großen Schüssel 600g Mehl und 175g Zucker vermischen und die Hefe-Milch-Mischung in die Mitte der Schüssel gießen.. aus der Mischung und einem Teil des Mehls einen dünnflüssigen Vorteig anrühren und diesen 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen..

nun 150g weiche Butter, 4 Eier (auf Zimmertemperatur), eine Prise Salz und ein Päckchen Vanillezucker zum Teig geben und den Teig entweder vom starken Mann im Haus 5 bis 10 Minuten mit einem Kochlöffel schlagen lassen, oder aber mit einem Handrührgerät 5 Minuten rühren..2014-03-23 Gugelhupf
anschließend darf der Teig weitere 45 Minuten an einem warmen Ort gehen..

wer gern Rosinen im Gugelhupf hätte, kann jetzt 35g Rosinen, die vorher über Nacht in 3 Eßl. Orangensaft eingelegt waren, zum Teig geben und diese unterrühren.. wer, wie wir, keine Rosinen haben will, rührt den Teig einfach noch einmal durch.. anschließend wird die Gugelhupfform gefettet und mit Semmelbrösel ausgeklopft..

wer nun wieder einen gefüllten Gugelhupf haben will, gibt jeweils einen Teil des Teigen in die Form, streicht diesen glatt und streicht darauf einen Kreis Pflaumenmus.. dann kommt wieder eine Schicht Teig darauf und wieder Pflaumenmus.. aber macht den Pflaumenmusstreifen nicht zu breit, er soll ja im Kuchen und nicht auch außen zu sehen sein!
so geht’s nun weiter, bis mit dem Restteig abgeschlossen werden kann.. den Gugelhupf nun noch einmal in der Form gehen lassen, bis der Ofen auf 175°C vorgeheizt ist.. dann ab damit in den Ofen..

nach 15 Minuten solltet Ihr ihn aber mit einem Stück Alufolie (glänzende Seite nach außen, die isoliert nämlich) abdecken, damit er an der Unterseite (die jetzt oben ist) nicht verbrennt.. dann weitere 30 bis 40 Minuten backen.. 

ist er fertig gebacken, darf er fast ganz abkühlen in seiner Form und wird bevor er ganz kalt ist, gestürzt.. nun noch schön dick mit Zuckerguss (viel Puderzucker + wenig Milch) bestreichen und eventuell mit Frühlingsstreuseln dekoriert

und tadaaaa! fertig ist der (fast) perfekte Gugelhupf!

2014-03-24 Gugelhupf 02

mein Rezept hab ich übrigens aus der Rezeptschachtel.. und damit ist auch der dritte Teil vom Projekt abgeschlossen!

ichbacksmir

vorverlegte Weihnachtsbäckerei

da wir am ersten und zweiten Advent jeweils auf Märkten rumstehen, ist da logischer Weise nicht viel mit Backen.. und da Weihnachtskekse eh durchziehen müssen, kann ich also auch jetzt schon anfangen, nicht?

die erste Fuhre Kokosmakronen haben wir ja schon hinter uns, weiter geht es mit Marmeladenplätzchen:

sehen sie nicht toll aus? hach, ich find sie genial..

sie sind wieder aus meinem Lieblingsplätzchenbuch Weihnachtsplätzchen von Elisabeth Bangert..

aus 500 g gesiebtem Mehl, 250 g kalter Butter, 150 g Zucker, einem Pck. Vanillezucker, einem Ei und einer Prise Salz wird ein Mürbeteig geknetet und anschließend für eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank kalt gestellt..

während der Teig ruht, könnt Ihr Euch schon mal Ausstechförmchen suchen.. ein großes und ein passendes kleines Förmchen braucht Ihr..

nach dem Kühlen den Teig in drei gleichgroße Teile teilen, zwei davon wieder in den Kühlschrank legen und den übrigen Teig ausrollen..

aus den drei Teigen werden jetzt einmal nur Deckelplätzchen (große Form mit Loch von kleiner Form in der Mitte) ausgestochen und zweimal nur Bodenplätzchen (nur die große Ausstechform)..

die kleinen Sternchen, die bei den Löchern rausgekommen sind, kann man gleich zu Ei-Plätzchen, wie sie meine Oma immer machte, verarbeiten:

ein Eigelb verquirlen, die Plätzchen vor dem Backen damit bestreichen und mit bunten Zuckerstreuseln bestreuen.. nach dem Backen sind diese Plätzchen gleich fertig..

VLUU L110 / Samsung L110

die Plätzchen bei 180°C Umluft 6 bis 8 Minuten backen..
unsere waren teilweise nach 8 Minuten leider schon etwas braun.. man sieht Mürbeteigplätzchen übrigens an wann sie fertig sind, habe ich festgestellt:

erst bekommen sie eine „flüssige“ Oberfläche, weil die Butter schmilzt, und dann wird die Oberfläche wieder fest.. das ist der Moment, indem die Plätzchen schon raus können! nicht erst wenn sie goldbraun sind.. dann sind sie nämlich viiiiel weicher..

die fertigen Plätzchen vorsichtig vom Blech nehmen und ganz auskühlen lassen – an dieser Stelle brechen sie noch leicht, also vorsichtig!

die ausgekühlten Deckelplätzchen mit einem Zuckerguss aus Puderzucker, Zitronensaft und Wasser bestreichen.. ist dieser fest, werden 2 bis 3 Eßl. rote Marmelade (Sorte nach Belieben, bei uns: Erdbeere) vorsichtig erwärmt.. ist die Marmelade leicht flüssig, wird sie durch ein Sieb gedrückt und nicht zu dick auf den Bodenplätzchen verteilt.. die Deckelplätzchen daraufsetzen, leicht andrücken und trocknen lassen..

und wenn noch Bodenplätzchen + Zuckerguss übrig ist, könnt Ihr noch Zitronensterne machen:

VLUU L110 / Samsung L110

noch einen Schuss Zitronensaft an den Zuckerguss, dass er auch gut nach Zitrone schmeckt und die Plätzchen damit bestreichen.. zum Schluss mit Hagelzucker bestreuen..
lecker!

somit hab ich also drei Sorten Plätzchen aus einem Teig mit wenig Aufwand.. so gefällt mir das!
auf in die Weihnachtsbäckerei, juhuuu!