Okonomiyaki 2.0

Freitagabend lädt mal wieder zum Anime gucken ein. und was gibt’s bei den japanischen Serien so zu sehen? Essen!
demnach muss auch mal wieder ein bisschen Japanisch gekocht werden. entschieden hab ich mich für Okonomiyaki. grob gesagt sind das Gemüsefladen mit Soße drüber.

für ein Okonomiyaki 1 Ei in einer Schüssel verquirlen. 100 g Mehl, 85 ml Wasser und ½ Teel. Dashi no moto Pulver (½ Tütchen) dazu geben und alles miteinander verrühren.

 

4 bis 5 große Blätter Kohl/Salat waschen, vom Strunk befreit und in feine Streifen schneiden. 1 mittelgroße mehligkochende Kartoffel reiben und 80 bis 100 g RumFort-Gemüse (liegt rum und muss fort) in feine Streifen schneiden/ebenfalls reiben oder 100 g Meeresfrüchte unter kaltem Wasser abwaschen, abtropfen und klein schneiden. das ganze Gemüse bzw. die Meeresfrüchte zum Teig geben…

… und vorsichtig untermengen. es soll sich alles gerade so mit dem Teig vermischen.

man kann hier halt alles Gemüse nehmen, das man möchte. normale Zwiebeln, Lauchzwiebel, geraspelte Karotte, Wirsing, Spitzkohl, etc.
tobt Euch aus oder schaut was weg muss.

der Teig kommt in eine leicht gefettete, auf mittlerer Hitze vorgewärmte Pfanne und wird kurz angebraten.

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Onigiri: Shio Nori Cheese nach Tadokoro-chan

kennt Ihr Food Wars: Shokugeki no Souma? das ist ein Anime, in dem der angehende Koch Souma sich in der härtesten Kochschule Japans (und wohl auch der Welt) einen Namen machen will und daher mit seiner Kochkunst über sich hinaus wächst. das tolle an diesem Anime ist, dass alle Rezepte super erklärt werden und es auch schon genug Leute gibt, die die Sachen nachgekocht haben. so zum Beispiel eine Füllung von Onigiri, welche einer der Hauptprotagonisten im Anime gekocht hat. zum Nachkochen ist Onigiri für den Anfang ideal, die kenne und kann ich schon! etwas nicht so extravagantes, das ich so aber noch nie probiert habe: Onigiri Shio Nori Cheese.

auf deutsch klingt es weit weniger spannend: Reisbällchen mit salzigen, getrockneten Algen und Käse.
im Hintergrund sieht man übrigens Yaki Onigiri, die müssen so aussehen.

160 g Sushireis waschen und 15 Minuten in kaltem Wasser quellen lassen. das Wasser abgießen und den Reis kochen.

wer hat, kocht im Reiskocher – ansonsten: den Reis in einen Topf füllen, knapp mit kaltem Wasser bedecken und mit einem Glasdeckel abdecken. auf höchster Stufe zum Kochen bringen. sobald das Wasser kocht, sofort den Herd auf kleinste Flamme drehen.

15 Minuten köcheln lassen – ohne Umrühren oder Deckel heben!
anschließend den Herd ausstellen und den Reis nochmals 15 Minuten – ohne den Deckel zu heben – quellen lassen.

in der Kochzeit die Füllung vorbereiten:

2 Teel. Käsewürfel (z. B. junger Gouda) mit 1 Teel. in dünne Streifen geschnittenem Nori,  ¼ Teel. Sesamsamen, ¼ Teel. Sesamöl und (wer hat) ¼ Teel. Dashi-Instant-Pulver vermischen.

ich bevorzuge für den Käse mittelalten Gouda. der hat keinen so herben Eigengeschmack, lässt sich aber gut schneiden.

den Reis nur soweit abkühlen lassen, dass man mit ihm ohne sich die Hände zu verbrennen arbeiten kann. ½ Teel. Salz unter den Reis arbeiten.

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Donburi: Okyakodon

gleich mal zur Begriffserklärung: Donburi ist die japanische Bezeichnung für ein Reisschüssel-Gericht.. die Grundlage dieser Gerichte ist also Reis..
Oyakodon ist nun eine spezielle Art der Donburi und ist (makaberer Weise) mit Eltern-Kind-Schüssel zu übersetzen.. makaber daher, da hier Hühnchen und Ei miteinander gekocht werden, also die Eltern (= das Huhn) und das Kind (= das Ei).. nichts desto trotz schmeckt Oyakodon einfach super lecker und sicherlich wird es das bei mir nun häufiger geben, wenn denn mal Huhn übrig ist..
2015-05-30 Oyakodon 06

für eine Portion 120 g Reis (Trockengewicht) kochen und warm halten..

 

2 Teel. Sojasoße, 1 Teel. Mirin*, 2 Teel. warme Dashibrühe² und ⅛ Teel. Zucker in einer kleinen Pfanne miteinander verrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat..

 

50g Hühnerbrust in etwa 2 x 2 cm große Stücke schneiden und in die Pfanne mit der vermischten Soße geben..

 

ein Ei trennen, das Eigelb beiseite stellen..

zum übrigen Eiweiß ein weiteres Ei geben.. das Ei mit dem Eiweiß leicht verquirlen, aber nur soweit, das Eigelb und Eiweiß sich noch nicht miteinander vermischen.. ebenfalls vorerst beiseite stellen..

2015-05-30 Oyakodon 03

eine viertel Zwiebel längs in etwa 0,5 cm Zentimeter dicke Spalten schneiden und mit zur Hühnerbrust in die Pfanne geben..

2015-05-30 Oyakodon 01

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neuer Versuch: Takoyaki

hach, heute ist der vierte Advent.. und was futtern wir da? muss ja was tolles sein, was zur Weihnachtsstimmung passt, ge? und aufwendig muss es sein, damit’s auch nach was aussieht!

vor zwei Jahren hab ich ja schon mal Takoyaki gemacht.. die waren aufwendig, aber leider nicht so besonders, daher hat’s bis zu einem neuen Cooking with Dog Video gedauert, bis ich mich doch noch mal rangetraut habe.. aber nun haben wir uns dann doch noch mal getraut und einen neuen Versuch gestartet:

2014-11-30 Takoyaki 03

250g Meeresfrüchte nach Wahl (bei uns Tintenfisch, Muscheln, Garnelen) vorbereiten.. alles in mundgerechte Stücke schneiden, die Garnelen wenn nötig entdarmen..
die Meeresfrüchte in ein Sieb geben, kurz mit lauwarmen Wasser abspülen und abtropfen lassen..

2014-11-30 Takoyaki 01

100g (450’er) Mehl mit einem halben Teel. Salz mischen.. 340ml kalte Dashibrühe unter rühren hinzufügen.. anschließend einen Teel. Sojasoße unterrühren.. zum Schluss ein kurz verquirltes Ei ebenfalls unterrühren..

es empfiehlt sich, den Teig in einen Becher zu geben, damit man ihn später besser ausgießen kann..

eine Takoyaki-Pfanne auf mittlere Temperatur vorheizen und sehr gut (!) einölen.. und auch die Fläche außerhalb der Löcher gut einfetten!

wer keine Takoyaki-Pfanne hat, kann – wie ich auch – eine Augenpfanne nutzen..

während die Pfanne vorheizt werden etwa 20g Frühlingszwiebeln geputzt, in feine Ringe geschnitten und in Kochstellen-Nähe platziert.. zwei Teel. Dashi-Pulver bereitstellen und wenn nicht im Haus, noch fix eine Okonomiyaki-Soße anrühren..

ist die Pfanne vorgeheizt, werden die Löcher bis zum Rand mit Teig gefüllt.. in jedes Loch kommen nun ein paar Meeresfrüchte.. anschließend wird die Frühlingszwiebel darüber gestreuselt und ein wenig des Dashi-Pulvers..

2014-11-30 Takoyaki 02

nun wird geduldig drei bis vier Minuten gewartet, bis der Rand der Takoyaki nicht mehr flüssig ist.. der Teig, der über die Löcher hinausgelaufen ist, kann währenddessen mit einem spitzen Holzstäbchen (Schaschlikspieß) in die Löcher hineingeschuppst werden..

sind die Takoyaki nun also am Rand etwas fest geworden, wird mit dem Holzspieß einmal um die Takoyaki herumgefahren um sie vom Rand zu lösen und dann werden sie um 90° gedreht, damit später auch Bällchen daraus werden..
man kann an dieser Stelle noch mal Teig nachfüllen, muss man aber nicht..

wie man die Takoyaki drehen kann, findet Ihr in zahlreichen Youtube-Videos

nach weiterer Back-Zeit werden die Takoyaki noch einmal gedreht und damit zu Bällchen geformt.. nun noch so lange braten, bis sie von allen Seiten goldbraun sind..

sind die Takoyaki fertig, werden sie fix auf einer hübschen Platte oder einem Teller angerichtet:
Okonomiyaki-Soße und wer mag (möglichst japanische) Mayonnaise drüber, noch ein wenig Frühlingszwiebeln darüber streuseln und mit Bonito-Flocken dekorieren..

2014-11-30 Takoyaki 03

Takoyaki werden noch heiß gegessen, da die Bonitoflocken dann noch hübsch tanzen

das dieses Rezept besser klappt, als das letzte sieht man übrigens auch an den angebissenen Takoyaki.. der erste Versuch entpuppte sich ja eher als Luftnummer (= nur Luft drin), aber diese hier sind schön gefüllt mit Teig und Meeresfrüchten:

2014-11-30 Takoyaki 04

mit diesem neuen Rezept wird es sie sicherlich wieder häufiger bei uns geben, so lecker wie die kleinen Dinger sind!

was Du willst – zum Satt werden

jaha! richtig gehört! alles was Ihr wollt, bis zum Platzen!

na ja.. so oder so ähnlich zumindest..

heute gibt’s Okonomiyaki nach Art des Hauses

okonomi ist japanisch und steht für Geschmack/Belieben/was Du willst und yaki heißt gebraten/gegrillt..

bedeutet also im Ganzen: da kann alles rein, was Dir lieb ist.. wahlweise auch was anderen nicht lieb ist, Du ihnen aber geschickt unterjubeln willst..

in Japan wird Okonomiyaki in Restaurants auf einer heißen Tischplatte direkt vor dem Kunden zubereitet und diesem dann gleich heiß serviert.. das heißt, es ist ein schnelles Gericht, dass zudem auch noch lecker schmeckt.. perfekt, oder?

für zwei Portionen (auch wenn’s nicht so aussieht, macht eins schon pappensatt!) wird ein Ei in einer Schüssel verquirlt.. dazu kommen 100 g Mehl, 85 ml Wasser und ein halber Teel. Dashi.. wer kein Dashi hat, kann einfach entsprechend normale Brühe nehmen.. alles fix verrühren..

 

jetzt kommt der „was Ihr wollt“-Teil.. bei uns werden standardmäßig 4 große Blätter Weißkohl/Wirsing gewaschen, vom Strunk befreit und in feine Streifen geschnitten.. dann kommt eine fein gehackte, kleine, halbe Zwiebel dazu und zum Schluss wird eine mittelgroße bis große Kartoffel (wir haben immer mehlig kochende) gerieben und alles wird vorsichtig untergemengt..

man kann hier halt alles Gemüse nehmen, das man möchte.. Lauchzwiebel anstatt der normalen Zwiebel, geraspelte Karotte statt der Kartoffel, Kohl statt dem Kopfsalat.. tobt Euch aus oder schaut was weg muss..

die Hälfte des Teiges kommt in eine leicht gefettete, auf mittlerer Hitze vorgewärmte Pfanne und wird kurz angebraten.. wenn der Teig aufhört zu zischen: wenden und mit einem Deckel zugedeckt 3 Minuten backen.. danach wieder wenden und nochmal zwei Minuten mit Deckel drauf backen..

 

zum Schluss auf beiden Seiten noch goldbraun braten (ohne Deckel)..

das Okonomiyaki sollte heiß gegessen werden, jetzt also zackig:

auf’n Teller, Okonomiyaki-Soße (Rezept im Link weiter unten) drübber, Mayo drübber und wer hat kann noch Katsuobushi (getrocknete und anschließend gehobelte Flocken vom Bonitofisch) drüber streuen..

das Tolle an diesen Flocken ist, dass sie dadurch, dass sie so dünn sind, sich in der Hitze bewegen! das macht vor allem Kindern Spaß (Wink mit dem Zaunpfahl an alle Eltern: Gemüse + Essen, das Kindern Spaß macht = genial!)

so.. das zweite Okonomiyaki liegt nun nach dem Abkühlen zugedeckt im Kühlschrank und wartet auf einen Hungrigen, der es in der Pfanne/Mikrowelle wieder warm macht und genießt!

man kann in den Okonomiyakiteig übrigens auch Fleisch rein packen.. klein gehackte Garnelen, Baconscheiben beim Braten oben drauf.. wer mag noch ein Ei.. alles ist möglich.. es gibt keine starre Vorgabe für dieses Gericht und in Japan gibt es wahrscheinlich so viele unterschiedliche Zubereitungsarten wie Einwohner..

 

PSssst: und wer, wie ich, derzeit keine Mayo im Haus hat, wartet auf den nächsten Post, da gibt’s nämlich selbstgemachte Mayonnaise, geht auch super fix und ist ganz ohne Ei!